Helmholtz-Gemeinschaft

06. September 2006 Helmholtz-Geschäftsstelle

„Wissenschaft ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für die Teilhabe am Wohlstand“, sagte der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Dr. Jürgen Mlynek, in seiner Impulsrede zur Abschluss der „Eschborner Fachtage 2006“ bei der GTZ. Dort waren mehr als 500 Experten aus allen Ländern der Welt zusammengekommen, um über die Rolle des Wissens für die Entwicklung zu diskutieren. Die vollständige Rede finden Sie hier.

Impulsrede des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft Professor Dr. Jürgen Mlynek zur Abschluss der „Eschborner Fachtage 2006“ bei der GTZ

Impulsrede des Präsidenten, Prof. Jürgen Mlynek, zum Abschluss der „Eschborner Fachtage 2006“ bei der GTZ.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, dass ich heute hier sein kann und etwas zu dieser Veranstaltung beitragen darf. Im Austausch mit Ihnen werde ich sicher auch Anregungen und neue Ideen mit nach Hause nehmen. Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit hat das Wissen zum Jahresthema 2006 gewählt und ihre Jahrestagung unter das Motto "Wissen Macht Entwicklung" gestellt. Das Motto für unsere Jahrestagung, die nächste Woche in Berlin stattfindet, lautet verblüffend ähnlich: "Wissen schafft Wirkung". Das ist kein Zufall. Wissen ist heute zur einer ganz wesentlichen Ressource geworden, mit einer besonderen Eigenschaft: Wenn Menschen Wissen nutzen, um Probleme zu lösen, dann vermehrt sich diese Ressource in der Regel sogar, Wissen erschöpft sich nicht.

Wir als Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungseinrichtungen tragen hoffentlich ganz erheblich zum Zuwachs an Wissen bei. Aber wir wollen noch stärker daran arbeiten, dieses Wissen auch umzusetzen: In Innovationen, neue Verfahren und Produkte, die unser Leben verbessern.

Mit der Aussage "Wissen ist Macht" prägte der Naturforscher Francis Bacon vor 400 Jahren eine ausgesprochen fruchtbare Weltanschauung: Den Empirismus oder den Erkenntnisgewinn auf der Basis von Experimenten und Messdaten. Wer etwas weiß, kann auch etwas bewirken.

Bildung ist der Schlüssel für Entwicklung, wer lesen kann, hat viel mehr Möglichkeiten, an Wissen zu gelangen, es zu nutzen, um sein Leben zu verbessern. Aber reicht dafür nicht eine Grundbildung? Brauchen die ärmsten Länder tatsächlich hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Brauchen sie eigene Forschungseinrichtungen? Das ist weitaus umstrittener. Während Indien und China sich Inseln der Spitzenforschung leisten, unterhalten andere Länder so gut wie keine eigene wissenschaftliche Infrastruktur und sind damit auf den Import wissenschaftlicher Erkenntnisse angewiesen. Ich will Ihnen erläutern, warum Wissenschaft aus meiner Sicht kein Luxus ist, sondern eine Voraussetzung für Entwicklung und Wertschöpfung im eigenen Land.

Hier hilft schon ein Blick auf die Zahlen: Alle Industrieländer unterhalten ein kostspieliges Wissenschaftssystem. Im Schnitt geben die 25 Länder der Europäischen Union knapp 2 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aus. Deutschland liegt mit 2,5 Prozent etwas darüber, aber hinter den USA, die bereits 2,6 Prozent investieren und deutlich hinter Japan, das 3,15 Prozent in F&E-Aufgaben steckt. Europäische Spitzenreiter sind Schweden mit 4,27 Prozent und Finnland mit 3,5 Prozent, zwei ausgesprochen innovative Länder mit sehr gutem Wirtschaftswachstum. Schwellenländer wie China haben ihre Ausgaben von bescheidenen 0,6 Prozent im Jahr 1995 auf 1,2 Prozent im Jahr 2002 gesteigert. China, aber auch Indien, sind dabei, zu Hightech-Nationen zu werden.

Deutschland muss sich anstrengen, um seinen Bürgern den Wohlstand zu sichern, den viele noch für selbstverständlich halten: Vor 25 Jahren wurden noch 11 Prozent aller Ausgaben weltweit für Forschung und Entwicklung in Deutschland getätigt, heute sind es nur noch 6 Prozent, Tendenz fallend.

Andere Länder holen auf. Die Wirtschaft ist jedoch kein Nullsummenspiel: Wenn China und andere Länder wohlhabender werden, muss dies nicht bedeuten, dass wir verarmen. Wir brauchen aber dafür einen stetigen Fortschritt, nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Verfahren oder Dienstleistungen. Und das erfordert mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung. Deutschland will daher bis zum Jahr 2010 seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern: Nicht nur, um langfristig etwas zum Wirtschaftswachstum beizutragen, sondern auch, um große und drängende Probleme der Menschheit mit wissenschaftlicher Expertise zu lösen. Ich nenne hier den Klimawandel, die Energieversorgung aber auch die Gesundheit als Beispiele.  

Diese Fragen bestimmen unsere Forschung, unser Auftrag ist ganz explizit: Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch Spitzenforschung zu leisten. Mit unseren 15 großen Forschungszentren und insgesamt rund 25.000 Mitarbeitern sind wir die größte deutsche Forschungsorganisation: Sicher kennen Sie einige Helmholtz-Zentren, etwa das Geoforschungszentrum Potsdam, das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Helmholtz-Wissenschaftler besitzen das Know-how, um einzigartige Großgeräte und komplexe Infrastrukturen zu betreiben und aufzubauen, die von Wissenschaftlern aus aller Welt genutzt werden, zum Beispiel die Teilchenbeschleuniger am Deutschen Elektronensynchrotron. Wir konzentrieren unsere Forschung auf sechs Bereiche, die für unsere Mission besonders relevant sind: Das sind die Bereiche Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie und Verkehr und Weltraum.

In diesen sechs Forschungsbereichen geht es um wichtige Themen der Zukunft: Die Versorgung mit Energie ist für die nächsten Jahrzehnte nicht gesichert. Noch wird Strom hauptsächlich durch die Verbrennung von Kohle und Erdöl erzeugt, was nicht nur die knappen fossilen Rohstoffe verschwendet sondern auch dafür sorgt, dass die Erde zum Treibhaus wird. Und dass Schwellenländer wie China allmählich zu Großverbrauchern von fossilen Rohstoffen werden, beschleunigt diesen Prozess.

Wir arbeiten im Forschungsbereich Energie an konkreten Lösungen: Zum einen untersuchen wir, wie Kraftwerke effizienter werden. Hier sind große Verbesserungen möglich, die auch umgesetzt werden, denn in den kommenden Jahren müssen viele Kraftwerke in Europa erneuert werden! Zum andern entwickeln wir auch neuartige Materialien für Solarzellen, stellen in Pilotanlagen Treibstoff aus Biomasse her und experimentieren mit Erdwärme. Und in einem internationalen Großforschungsprojekt arbeiten wir an einer Energiequelle für die Zukunft: Der Kernfusion. Hier sind nicht nur Europa, die USA, die russische Förderation sowie Japan beteiligt, sondern auch China und Indien.

An diesen Beispielen wird schon deutlich, was ich vorhin angerissen habe. Anwendung und Grundlagenforschung sind eng verzahnt und Grundlagenforschung ist kein Luxus. Wenn wir die Kernfusion von der Sonne auf die Erde holen wollen, müssen wir die Atomphysik verstehen, genauso wie wir den Erfindungsgeist von Ingenieuren brauchen. Auch bei den Solarzellen gehen wir jetzt wieder ganz grundsätzlichen Fragen nach, denn interessante Alternativen werden leicht übersehen, wenn sich der Blick vorschnell auf die Anwendung fokussiert.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vertiefen sich in Details, um weiterzukommen, sie bohren "tiefe Löcher". Sie brauchen aber außerdem einen weiten Horizont, einen guten Überblick, damit sie Anwendungsmöglichkeiten ihrer Forschung erkennen. Daran arbeiten wir in der Helmholtz-Gemeinschaft, nicht zuletzt, indem wir auf unserer Jahrestagung den Fokus auf die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft lenken. Technologie-Transfer-Stellen unterstützen die Wissenschaftler bei Patentanträgen, bei Kooperationen mit der Wirtschaft und bei Ausgründungen.

Wir arbeiten aber nicht nur mit der Wirtschaft zusammen, sondern auch mit der GTZ. Denn wir wollen, dass unsere wissenschaftliche Expertise umgesetzt wird, dazu beiträgt, Probleme zu lösen und den Menschen nützt. Dafür brauchen wir kompetente Partner. Für die gute Zusammenarbeit zwischen Helmholtz-Wissenschaftlern und der GTZ kann ich Ihnen vor allem aus dem Forschungsbereich Erde und Umwelt Beispiele nennen.

Direkt nach der großen Tsunami-Katastrophe Ende 2004 haben Helmholtz-Wissenschaftler ein Warnsystem aus Bojen und Sensoren entworfen, um Seebeben frühzeitig aufzuspüren. Unter der Federführung des Geoforschungszentrums Potsdam wurden die ersten Hightech-Bojen vor Sumatra verankert, bis 2008 soll das gesamte System installiert sein. Im Juli letzten Jahres kam es zur ersten Probe, es gab ein Seebeben und das System hat funktioniert, die Warnung ging an die Zentrale in Jakarta, erreichte aber die Betroffenen nicht, denn von dort wurde die Warnung nicht weiter geleitet. Technische Lösungen allein reichen nicht aus, die Zusammenarbeit mit den Behörden und den Menschen vor Ort ist zentral, das wissen GTZ-Experten sehr genau.

In Usbekistan arbeiten wir mit der GTZ und dem Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn zusammen am "Ökonomischen und ökologischen Wiederaufbau von Land- und Wassernutzung" (in Khorezm). Und in China untersuchen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt die verheerenden Kohleflözbrände, in Zusammenarbeit mit Experten der GTZ. Die unterirdischen Feuer werden über ihre Wärmestrahlung durch Satelliten erfasst und kartiert. Ein gemeinsamer Projektantrag zum Wassermanagement im Mekong-Delta liegt zurzeit dem BMBF vor. Helmholtz-Wissenschaftler werten am Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation auch Satellitendaten bei Natur- und Umweltkatastrophen aus. Diese Informationen sind nützlich, um humanitäre Hilfsaktivitäten sinnvoll zu koordinieren.

Wir arbeiten auch an einem internationalen Forschungsprojekt zum Klima Westafrikas mit. In dieser extrem trockenen Region wird die einzige Regensaison oft von starken Unwettern begleitet. Die "African Monsoon Analysis", kurz AMMA, sammelt mit Hilfe von fünf Satelliten und sechs Forschungsflugzeugen erstmalig genaue Daten zu den Unwettern und ihrer Entstehung. Die Forschungsflugzeuge fliegen dafür mitten durch den Sturm, Abenteuer Forschung. Diese Forschung wird zu verlässlicheren Prognosen führen, die Landwirte können dann ihre Pflanzungen besser planen. Helmholtz-Forscher untersuchen auch Methoden zur Bodensanierung in Bergbaugebieten oder zur Arsendetektion im Trinkwasser, zum Wasserkreislauf und zur Klimaentwicklung.

Auch im Forschungsbereich Gesundheit haben wir Durchbrüche erzielt, die das Leben von Millionen Menschen verbessern werden. Ich nenne hier als Beispiel den Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs. Jedes Jahr erkranken eine halbe Million Frauen neu an Gebärmutterkrebs, 230.000 Frauen sterben jedes Jahr daran. Schon vor gut dreißig Jahren haben Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum erste Hinweise gefunden, dass Gebärmutterhalskrebs von Viren aus der Familie der Humanen Papillom-Viren erzeugt wird. Gerade Frauen in Entwicklungsländern können in der Regel nicht jährlich zur Vorsorge gehen, um den Krebs rechtzeitig zu erkennen. Nun kommt ein Impfstoff auf den Markt, der auf der Basis dieser Grundlagenforschung entwickelt werden konnte.

Wir erforschen auch Infektionskrankheiten sowie Erkrankungen, die von der Umwelt ausgelöst werden, zum Beispiel durch Feinstaub. Da diese Erkenntnisse frei verfügbar sind, können alle Menschen davon profitieren. Am meisten aber werden jene profitieren, die lesen können und sich Informationen aktiv beschaffen können. Die GTZ hat in Tansania beispielsweise ein Projekt angeregt, in dem sich Jugendliche am Computer über heikle Fragen der Sexualität und der Aids-Infektion informieren können. Wer informiert ist, lebt länger. Das gilt auch in Deutschland, viel mehr aber noch in Ländern mit unzureichender Versorgung.

Die meisten wissenschaftlichen Erkenntnisse werden frei verfügbar sein, sie gehören zum öffentlichen Gut und alle können darauf aufbauen. Trotzdem ermutigen wir unsere Wissenschaftler, Patente einzureichen. Und zwar dann, wenn sich ihre Entdeckung oder Erfindung dafür eignet. Wir finden dies legitim und sogar fruchtbar, es gehört zum Wettbewerb dazu und regt weitere Verbesserungen an. Nicht zuletzt bringt es auch wieder Geld zurück in die Wissenschaft, die ja von der Allgemeinheit über Steuern finanziert wird.

Kein Land der Welt wird am Wohlstand auf Dauer teilhaben, wenn es neue  Produkte und technische Lösungen nur importieren aber nicht selbst schaffen kann. Wenn Menschen nicht aktiv mitarbeiten, Lösungen anpassen oder verbessern oder auch selbst erfinden können, bleiben sie passive Hilfsempfänger statt zu Akteuren und Mitspielern zu werden.

Der Aufbau einer eigenen wissenschaftlichen Infrastruktur mit Studiengängen von der Philosophie über die Ingenieurswissenschaften bis hin zur Molekularbiologie oder zur Festkörperphysik ist daher kein Luxus, sondern Bedingung für die Teilhabe auf Augenhöhe. Wohlstand für alle ist im Billiglohnland nicht zu haben, das ist eine Binsenweisheit. Nur wenn es ein Land schafft, die Wertschöpfung im Land zu erzeugen, wird auch die Mehrheit der Bevölkerung besser leben. Dazu gehört Bildung und Forschung.

 

Was können wir tun, um hier einen Beitrag zu leisten? Ich meine, wir müssen den Austausch von wissenschaftlichem Nachwuchs und die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus allen Ländern der Erde noch stärker fördern. Das steht auch weit oben auf der Agenda, die ich mir in meiner Amtszeit als Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft vorgenommen habe.

Wir in der Helmholtz-Gemeinschaft halten zum Beispiel im Forschungszentrum Jülich eine Sommerschule zum Thema Wasser, an der Doktoranden aus afrikanischen Ländern und aus Asien teilnehmen. Andere Austauschprogramme wenden sich vorwiegend an Studenten von Eliteuniversitäten in Indien oder China, die in den Forschungseinrichtungen der USA oder Europas jetzt schon gefragte Mitarbeiter sind. Der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD ermöglicht Studenten aus Entwicklungsländern in Deutschland ein Aufbaustudium. Das sind gute Ansätze. Wir sollten beides ausbauen: den Austausch mit jungen Menschen, die im eigenen Land noch keine gute wissenschaftliche Ausbildung genießen können, aber auch den Austausch mit Menschen aus Schwellenländern mit Eliteuniversitäten. Denn wir brauchen helle Köpfe, in Deutschland aber auch weltweit, als Partner für die Zukunft.

Wissenschaft ist durchaus auch Selbstzweck. Das Staunen über die Natur führt zu Fragen, die oft sehr fruchtbar sind. "Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen" hat Albert Einstein gesagt. Das führt aber noch auf einen anderen Punkt. Wer fragt, stellt auch Dogmen und Autoritäten in Frage. Unter Stalin konnte der Biologe Trofim Denissowitsch Lyssenko seine ganz irrigen Vorstellungen flächendeckend durchsetzen, nicht mit Argumenten, sondern mit Gewalt. Er war der Überzeugung, dass erworbene Eigenschaften vererbt würden und lehnte die moderne Genetik ab. Seine Gegner wurden verfolgt, riesige Flächen nach seiner Lehre bewirtschaftet. Das führte zu dramatischen Missernten und anschließenden Hungersnöten.

Jedes Dogma, sei es eine staatliche Ideologie oder ein religiöser Fundamentalismus behindert den wissenschaftlichen Fortschritt, schränkt die Entfaltung von Talenten ein. Wissenschaft braucht zumindest Enklaven der Freiheit, aber Wissenschaft fördert auch indirekt und auf lange Sicht die Freiheit.

Wichtig ist aber auch ein zweiter Punkt: Wissenschaft braucht eine Leistungselite. Die Bewertung einer wissenschaftlichen Arbeit muss sich an der Leistung orientieren, nicht an Autorität, Verwandtschaftsverhältnis oder politischen Erwägungen. Korruption, Vetternwirtschaft, Seilschaften, wie es sie durchaus auch in modernen westlichen Gesellschaften gibt, machen das System ineffizient und bremsen den Fortschritt.

Das Wissenschaftsmagazin Nature hat berichtet, dass Nigerias Staatspräsident Obasanjo eine milliardenschwere Stiftung für die Wissenschaft gründen will. Daraus sollen Mittel für Forschungsprojekte vergeben werden, nach dem Modell der National Science Foundation der USA, also nach Kriterien wissenschaftlicher Exzellenz und politischer Unabhängigkeit. Ein hervorragender Plan, urteilt Nature, wenn es gelingt, diese Kriterien in einem Land wie Nigeria wirklich durchzusetzen. Das wäre ein Signal an ganz Afrika!

Ganz zum Schluss möchte ich meine Thesen noch einmal zusammenfassen: Wissenschaft führt zu mehr Wohlstand und Gesundheit für die Bürger. Wissenschaft ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für Teilhabe am Fortschritt. Wissenschaft gedeiht am besten in einer Gesellschaft, in der Menschen gemäß ihren Talenten gefördert werden und in der Leistung zählt. Was wir tun können, wollen wir in Zukunft noch mehr als bisher tun. Wir freuen uns auf weitere Projekte, auch mit der GTZ.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

12.06.2013