Helmholtz-Gemeinschaft

11. September 2008 Helmholtz-Geschäftsstelle

"Helmholtz International – Forschung in Deutschland – Ideen für die Welt", Rede zur Jahresversammlung der Helmholtz-Gemeinschaft Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft

Rede zur Jahrestagung 2008 der Helmholtz-Gemeinschaft

Helmholtz International – Forschung in Deutschland – Ideen für die Welt

Rede zur Jahresversammlung der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Donnerstag, den 11. September 2008.

 

Sehr geehrte Frau Ministerin, liebe Frau Schavan,

sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

Rund 350 Kilometer über uns schwebt die Internationale Raumstation ISS. Hier arbeiten Menschen aus Amerika, Russland, Japan und Europa. Sie machen Experimente in der Schwerelosigkeit, die auf der Erde nicht möglich wären, untersuchen neue Materialien, biologische Vorgänge in Zellen und viele andere Fragen.

Gerade in der Forschung arbeiten wir heute ganz selbstverständlich weltweit zusammen und finanzieren große Forschungsinfrastrukturen wie die ISS gemeinsam. Und es steht zwar nicht drauf, aber im europäischen Raumlabor Columbus an der ISS steckt viel „Helmholtz-Forschung“ drin.

Vor vierzig Jahren wäre solch eine Zusammenarbeit über Grenzen und Ideologien hinweg undenkbar gewesen. Der Blick auf die Erde aus dieser Perspektive löst besondere Gefühle aus, das berichten die Astronauten immer wieder: Unser blauer Planet, die Heimat für so viele unterschiedliche Lebensformen, von Einzellern bis zu Menschen! Aus dieser Perspektive kommen uns nationale Interessen sehr klein vor!

Und es ist klar: Die großen globalen Herausforderungen können wir nur in einer gemeinsamen Anstrengung bewältigen. Denn das Motto:„my home is my castle“ ist von gestern, heute müssen wir global denken und die Zusammenhänge sehen. Der Wohlstand Europas wird nur zu halten sein, wenn wir uns weiter entwickeln und wenn wir gleichzeitig dazu beitragen, dass auch andere Regionen der Erde bewohnbar bleiben.

Heute leben 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde, und noch immer steigt die Weltbevölkerung. Um das Jahr 2050 werden vermutlich 9 Milliarden Menschen Wasser, Nahrung und Energie brauchen. Eine große Herausforderung, denn die Ressourcen der Erde sind begrenzt.

Ein Beispiel: Wir haben heute schon eine Debatte darüber, ob es vertretbar ist, fruchtbares Ackerland zur Erzeugung von Biosprit zu nutzen. Auf der einen Seite könnten wir mit Biosprit die Abhängigkeit vom Erdöl und gegebenenfalls den CO2-Ausstoß reduzieren, auf der anderen Seite belastet der Anbau von Energiepflanzen das Trinkwasser und verteuert in einigen Regionen bereits die Preise für Grundnahrungsmittel.

Das Beispiel zeigt: Es ist schwierig, gute und nachhaltige Lösungen zu finden. Und es zeigt auch: Nur mit Naturwissenschaft und Technik allein werden wir nicht ans Ziel kommen. Die wirtschaftlichen und politischen Aspekte wiegen mindestens genauso schwer.

Doch die Forschung wird eine Schlüsselrolle spielen, hier werden Lösungen entwickelt, die eine lebenswerte Zukunft sichern. Das gilt für alle großen und drängenden Fragen, vor denen wir stehen: Zum Beispiel: Wie sichern wir unseren Energiebedarf?

Dazu gehört auch das schwierige Thema der Endlagerung radioaktiver Abfälle - ein Thema, das in Verbindung mit der geplanten Schließung der Schachtanlage Asse gegenwärtig hohe politische Brisanz hat. Die Schachtanlage Asse ist ein Sanierungsfall, das haben wir immer gesagt. Gleichzeitig war das Helmholtz-Zentrum München in diesem Zusammenhang unsachlicher Kritik ausgesetzt. Ich will an dieser Stelle deutlich sagen: Wir nehmen unsere Aufgabe in der nuklearen Sicherheits- und Energieforschung ernst und internationale Begutachtungen zeigen immer wieder, dass unsere Arbeit auf diesem Gebiet hoch anerkannt ist.

Eng verbunden mit der Frage nach der Energieversorgung ist der globale Klimawandel. Wie können wir den Klimawandel bremsen? Und welche Maßnahmen sollten wir ergreifen, um uns vor den möglichen, sogar unvermeidbaren Folgen zu schützen?

Nicht nur der Klimawandel, auch soziale Phänomene wie der demografische Wandel betreffen uns alle. In ganz Europa steigt die Lebenserwartung, die Bevölkerung „altert“, und immer mehr Menschen leiden an typischen Alterserkrankungen wie Krebs, Diabetes und Alzheimer. Allein in Deutschland sind rund eine Million ältere Menschen schon an einer Form von Demenz erkrankt, was dramatische Folgen hat, für sie selbst, ihre Familien und die Volkswirtschaft. Auch hier müssen wir auf Forschung setzen: Deshalb bin ich froh, dass nun dank Ihrer Initiative, sehr geehrte Frau Ministerin, das neue Helmholtz-Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn gegründet wird. Ich verspreche Ihnen: Wir werden den Kampf gegen diese Geißel des Alterns mit aller Kraft aufnehmen. Ich füge aber auch hinzu: Schnelle Ergebnisse können wir nicht versprechen, dazu bewegen wir uns auf diesem Gebiet noch zu sehr im Bereich der Grundlagenforschung.

Solche großen und drängenden Fragen anzupacken, das ist der Auftrag, den die Helmholtz-Gemeinschaft als Dachorganisation der nationalen Forschungszentren von Deutschland angenommen hat. Unsere Zukunft durch Forschung zu sichern und – nicht zuletzt – auch unseren Wohlstand zu erhalten, das ist Teil unserer Mission.

Gleichzeitig ist uns bewusst: In der Spitzenforschung gehen Kooperation und Kompetition Hand in Hand. Deshalb müssen wir alles daran setzen, in Deutschland die bestmöglichen Bedingungen für die Forschung zu schaffen. Damit wir in gemeinsamer Anstrengung unseren Teil zur Lösung globaler Probleme beitragen können, damit wir ein attraktiver Partner bleiben, aber auch, damit wir international wettbewerbsfähig bleiben.

Und wir brauchen dafür: Zukunftsweisende Infrastrukturen, optimale Rahmenbedingungen, angemessene finanzielle Unterstützung und hervorragend ausgebildete Menschen! Denn der internationale Wettbewerb wird härter. Viele Länder haben gewaltig aufgeholt. Sie, Frau Ministerin, sind gerade erst von einer Indienreise zurückgekehrt: Indien plant die Gründung von 30 neuen Universitäten und bildet jährlich inzwischen rund 500.000 Ingenieure, Techniker und Informatiker aus, 12-mal mehr als Deutschland.

Natürlich ist das eine gute Entwicklung für Indien! Aber es heißt auch: Wir dürfen uns nicht entspannt zurück lehnen und auf einen Vorsprung vertrauen, der rasch schwindet: Wir müssen in Deutschland Bildung und Ausbildung auf allen Ebenen vorantreiben, gerade in den Zukunftsfächern Mathematik, Ingenieurswissenschaften und Naturwissenschaften! Nur mit hervorragend ausgebildeten Menschen werden wir dauerhaft im weltweiten Konkurrenzkampf um die besten Ideen, Produkte und Dienstleistungen bestehen.

Deshalb haben wir uns in diesem Jahr zum Motto entschlossen: Helmholtz International: Forschung in Deutschland – Ideen für die Welt. Dabei war und ist internationale Zusammenarbeit ein Prozess, der nicht von oben verordnet werden kann: Es sind die einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine Zusammenarbeit dann anstreben, wenn dies für sie sinnvoll ist. Wie Pfadfinder legen sie damit Trampelpfade an und bereiten den Weg vor, um Austausch und Zusammenarbeit auch in einem größeren Maßstab zu organisieren. Aus diesen Trampelpfaden können Schnellstraßen werden, mit regem Verkehr. Dies erreichen wir, indem wir auf den oberen Ebenen gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen, die die Zusammenarbeit im Idealfall einfacher, unbürokratischer und flexibler machen. Wir begrüßen daher die Internationalisierungsstrategie, die Sie, Frau Ministerin, gerade in Ihrem Haus verabschiedet haben. Bei der Umsetzung können Sie auf die Helmholtz-Gemeinschaft bauen. Wir sind – wie die Weltkarte zeigt – ein attraktiver Forschungspartner!

Wir sind auch deshalb so attraktiv, weil wir einzigartige Großgeräte und Forschungsinfrastrukturen aufbauen und betreiben, auch für die Gesundheitsforschung, die Erd- und Umweltforschung und für die Katastrophenvorsorge. Zum Beispiel das Tsunami-Frühwarnsystem und ein weltumspannendes Erd-Beobachtungs-System, das einen steten Datenstrom für die komplexen Fragen der Umwelt- und Klimaforschung liefert. Ganz aktuell stellen Helmholtz-Satellitenforscher vom DLR zum Beispiel Überflutungskarten her, mit denen die Katastrophenhilfe in Indien und Nepal geplant werden kann.

Diese Infrastrukturen stehen nicht nur den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an deutschen Universitäten und anderen außeruniversitären Einrichtungen zur Verfügung, sondern auch Gastforschern aus der ganzen Welt. Jedes Jahr kommen rund 4500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland, um über längere Zeit bei uns zu arbeiten. Unsere Forschungsinfrastrukturen stärken damit unmittelbar den Standort Deutschland. Herausragende Beispiele sind dafür der Röntgenelektronenlaser „European XFEL“ in Hamburg oder der Ionenbeschleuniger FAIR in Darmstadt. Diese internationalen Großprojekte, die – nebenbei gesagt – auch Technologietreiber sind - machen Deutschland zu einem Spitzenstandort für die Forschung. Und unsere Erfahrung im Aufbau und im Management von großen Instrumenten wird in Europa und weltweit anerkannt.

Zu diesem Schluss ist auch das „European Strategy Forum on Research Infrastructures“ - kurz ESFRI - gekommen. Von den insgesamt 35 Großforschungsprojekten, die ESFRI auf die Roadmap zum Ausbau der europäischen Forschungslandschaft gesetzt hat, wird fast die Hälfte federführend oder wesentlich durch Helmholtz-Zentren getragen. In anderen Worten: Die Helmholtz-Gemeinschaft spielt eine Schlüsselrolle bei der Ausgestaltung des europäischen Forschungsraums. Genauso wie sich unsere Partnerländer an der Finanzierung großer Geräte in Deutschland beteiligen, beteiligen wir uns natürlich auch weltweit am Bau großer Forschungsinfrastrukturen: Zum Beispiel am ersten Experimentalreaktor für die Kernfusion ITER, der nun in Cadarache in Süd-Frankreich gebaut wird. Auch an der Entwicklung und am Aufbau des leistungsfähigsten Teilchenbeschleunigers der Erde, des Large Hadron Colliders am CERN bei Genf, sind Helmholtz-Forscher maßgeblich beteiligt.

Das Bild zeigt ATLAS, einen der gewaltigen Teilchendetektoren des LHC: Gerade gestern wurde der erste Teilchenstrahl durch den LHC-Tunnel geschickt! Allein das Experiment ATLAS ist dabei wesentlich größer als ein Mehrfamilienhaus und wiegt 7000 Tonnen! Solche Großprojekte können wegen der enormen Investitions- und Betriebskosten nur noch in internationaler Zusammenarbeit finanziert und realisiert werden. CERN ist ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche wissenschaftliche Kooperation im großen Stil.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum wir so viel Geld und Intelligenz in Teilchenbeschleuniger investieren, wenn ich doch eben noch von den drängenden Fragen der Menschheit gesprochen habe. Forschung hat zwei Aspekte: Unsere Lebensgrundlagen (und den Wohlstand) zu sichern, aber auch nach Erkenntnis zu streben! Und hier am LHC in Genf warten drängende Fragen auf eine Antwort! Was ist Masse? Woraus besteht dunkle Materie? Es mag ernüchternd sein, aber wir kennen bisher nur einen ganz bescheidenen Ausschnitt der Wirklichkeit und wenn wir tiefere Einblicke gewinnen wollen, müssen wir die riesigen Beschleuniger bauen. Vielleicht schauen Sie sich auf Youtube den Large Hadron Rap an, in dem die junge Physikerin Kate McAlpine in Reimform erklärt, wofür wir den LHC brauchen. Das lohnt sich: Über die im Hintergrund tanzenden Physiker heißt es im Abspann: The background dancers prefer anonymity!

Ich habe jetzt viel über Infrastrukturen gesprochen. Solche Infrastrukturen sind sehr wichtig für unser Land und sie sind ein Alleinstellungsmerkmal für die Helmholtz-Gemeinschaft. Aber was sind Großgeräte und Infrastrukturen – ob nun im großen oder kleinen Stil - ohne die Menschen, die sie entwickeln, aufbauen und betreiben? Auf die Menschen kommt es an, auf ihre Talente, ihre Ideen und ihr Engagement!

Und daher gilt: Wir brauchen den internationalen Austausch von Köpfen, wir wollen die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Welt zu uns holen und ihnen Entfaltungsmöglichkeiten für ihre Talente bieten. Genauso gilt aber auch: Wir müssen in Deutschland selbst Menschen und darunter auch insbesondere mehr Frauen für Naturwissenschaft und Forschung begeistern, sie entsprechend bilden und ausbilden. Wir tun dies bereits mit hoher Qualität, wenn auch noch nicht in ausreichender Zahl.

So finden zum Beispiel unsere deutschen Postdoktoranden Stellen an den besten Forschungseinrichtungen in den USA. Das ist ein Kompliment, auch an die Helmholtz-Zentren, die jedes Jahr mehrere tausend neuer Doktoranden ausbilden. Aber wir dürfen diese Talente nicht für immer verlieren. Es ist gut, wenn sie für eine Zeit ins Ausland gehen. Reisen bildet bekanntlich. Aber es ist noch besser, wenn sie auch wieder zurück kommen, ihre Karriere hier weiter verfolgen. Und am allerbesten ist es, wenn sie noch ausländische Kollegen und Kolleginnen mitbringen! Deshalb hat die Helmholtz-Gemeinschaft sehr attraktive Positionen für hervorragende Nachwuchswissenschaftler geschaffen und zwar in enger Kooperation mit den Universitäten. Als Leiterinnen und Leiter von Helmholtz-Nachwuchsgruppen können sie mit hervorragender Ausstattung forschen, und haben über den so genannten Tenure-Track auch eine Option auf Festanstellung. Diese Stellen sind wirklich begehrt, unter den Anträgen der aktuellen Ausschreibung sind rund ein Drittel Rückkehrer aus dem Ausland oder auch Ausländer. Darüber freuen wir uns! Denn gegen den so genannten Brain-Drain hilft nur eines: Chancen bieten, dann kommen die Menschen auch. Und im Übrigen ist Mobilität für Forscher unerlässlich, weil sie mit den Köpfen auch frische Ideen in Umlauf bringt. Das ist ein Geben und Nehmen, das Stichwort heißt auf neudeutsch „Brain Circulation“!

Für uns bedeutet das, dass wir in den Helmholtz-Zentren dafür sorgen müssen, dass die Arbeitsbedingungen anziehend sind, dass Forscher, die zu uns kommen, hier bei uns inspirierende Kollegen finden und dass die Marke Helmholtz auch im Ausland für ein großes Netzwerk mit idealen Forschungsbedingungen steht. Das kommt nicht nur der Helmholtz-Gemeinschaft zugute, sondern dem Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland insgesamt. Wir haben gute Chancen, dieses Ziel zu erreichen. Die Exzellenzinitiative und der Pakt für Forschung und Innovation haben viel Schwung in die deutsche Wissenschaftslandschaft gebracht. Und es haben sich neue strategische Partnerschaften zwischen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gebildet, die auch international viel beachtetet werden. Deshalb brauchen wir den Pakt II. Nur mit einer Fortsetzung des gegenwärtigen Paktes für Forschung und Innovation über 2011 hinaus und dem damit verbundenen finanziellen Aufwuchs von mindestens drei Prozent jährlich werden wir die Nachhaltigkeit der jetzigen Erfolge sichern.

Vieles ist auf dem Gebiet der Internationalisierung in Deutschland erreicht worden, aber dennoch gibt es noch einige vermeidbare Hürden und Barrieren. Zum Beispiel bei der Rekrutierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Ausland. Selbst auf europäischer Ebene sind beispielweise der Zugang zur Sozialversicherung oder die Arbeitserlaubnis für den Ehepartner kompliziert und für nichteuropäische Kandidaten vervielfacht sich der Aufwand. Auch der Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes, an den wir bei der Bezahlung unserer Wissenschaftler, auch unserer Führungskräfte gebunden sind, ist international keineswegs attraktiv. Daher scheitern wir häufig, wenn wir führende Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager aus dem Ausland gewinnen wollen.

Was wir brauchen sind letztlich mehr Autonomie und mehr unternehmerische Freiheiten! Mit Ihrer Wissenschaftsfreiheits-Initiative und dem Fünf-Punkte-Programm haben Sie, sehr geehrte Frau Ministerin, einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung getan. Nun kommt es darauf an, diesen Weg zu Ende zu gehen und das Ziel zu erreichen: Deutschland muss auch bei den Rahmenbedingungen zu den führenden Forschungsnationen gehören, nur dann bleiben wir – international gesehen – auch ein attraktiver Partner!

Dafür müssen wir auch die Aufwendungen für die Forschung erhöhen und das Ziel fest im Auge behalten, zu dem sich die Bundesregierung in der Lissabon-Erklärung bekannt hat: Mindestens drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren. Davon darf Deutschland nicht abrücken, denn dieses Ziel ist leider noch nicht erreicht – trotz beträchtlicher Anstrengungen von Seiten des Bundes, und damit speziell von Ihnen, Frau Ministerin!

Nur wenn wir konsequent und mit langem Atem in Forschung und Bildung investieren, werden wir uns im internationalen Wettbewerb behaupten! Und nur dann können wir auch in internationalen Kooperationen unseren Anteil leisten, um die Zukunft zu sichern: Nicht nur für uns, sondern auch – um im Bild zu bleiben – für den blauen Planeten Erde. Unser Jahresmotto, unter dem diese Versammlung steht, greift dieses Spannungsfeld auf:

Helmholtz International: Forschung in Deutschland – Ideen für die Welt.

12.01.2013