Helmholtz-Gemeinschaft

18. Mai 2009 Helmholtz-Geschäftsstelle

Wenn Deutschland wettbewerbsfähig bleiben will, müssen die Förderungsaktivitäten verstärkt werden. Interview mit Prof. Dr. Jürgen Mlynek zur aktuellen Situation der F&E in: Beitrag_Contribution "Für den Standort D" der Bayer AG, Mai 2009

Interview mit Prof. Dr. Jürgen Mlynek: Der Standort Deutschland

Zur aktuellen Situation der F&E

Wie ist es um den Forschungsstandort  Deutschland im internationalen Vergleich bestellt? Fallen wir zurück oder holen wir auf?

 

MLYNEK: Zunächst einmal steht Deutschland gar nicht so schlecht da. Zurzeit liegen unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung mit 2,5 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt leicht über dem Durchschnitt der OECD-Ausgaben von 2,2 Prozent. Die USA haben 2006 rund 2,6 Prozent in die Forschung investiert und die skandinavischen Länder und Japan investieren sogar weit über 3 Prozent. Die USA werden ihre Forschungsausgaben nach Jahren der Stagnation jedoch nun deutlich erhöhen und auch die Schwellenländer investieren immer stärker in Bildung und Forschung. Ganz klar: Noch sind wir wettbewerbsfähig, aber wenn wir nicht zurückfallen wollen, müssen wir jetzt nachlegen. Entscheidend wird hierbei sein, dass sich Bund und Länder im Juni auf die Verlängerung und Ausweitung der wichtigen Förderlinien "Hochschulpakt“, „Exzellenzinitiative“ und des „Paktes für Forschung und Innovation“ verständigen.

 

Deutschland gilt im Bereich der Grundlagenforschung als gut aufgestellt. Dennoch werden wir das Lissabon-Ziel verfehlen. Wo liegen die Probleme?

 

MLYNEK: Trotz der Hightech-Strategie und der zusätzlichen Mittel, die die Bundesregierung im Rahmen des sogenannten 6-Milliarden-Programms vorgesehen hat, ist die gesamtwirtschaftliche F&E-Intensität bisher noch nicht merklich gestiegen. Diese stagniert seit 2006 etwa bei 2,5 Prozent, obwohl schon für 2007 eine Steigerung auf 2,7 Prozent angestrebt wurde. Die privaten F&E-Aufwendungen und die der Länder haben also nicht in dem erhofften Maß auf die Impulse des Bundes reagiert (EFI-Gutachten 2009). Nun kommt die Wirtschaftskrise hinzu und es wird schwieriger, Ressourcen in Projekte zu investieren, die erst langfristig Gewinne versprechen...

 

Lesen Sie das vollständige Interview hier (s. 3/4 in Beitrag_Contribution "Für den Standort D" der Bayer AG, Mai 2009):

Downloads

12.01.2013