Hermann

Aus der Forschung

Schematische Darstellung einer möglichen Cherenkov-Teleskop-Anlage (CTA), an deren Aufbau das DESY beteiligt ist. Bild: G. Pérez, IAC (SMM)

Schematische Darstellung einer möglichen Cherenkov-Teleskop-Anlage (CTA), an deren Aufbau das DESY beteiligt ist. Bild: G. Pérez, IAC (SMM)

Die ausgewählten Projekte im Detail:

Die Cherenkov-Teleskop-Anlage misst kosmische Gammastrahlung der höchsten Energien und soll aus drei unterschiedlichen Teleskoptypen bestehen. Das zu Helmholtz gehörende Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY hat die Verantwortung für den Bau eines der drei Teleskoptypen übernommen.

 

Im Kooperationsprojekt EU-Openscreen wollen zahlreiche europäische Forschungseinrichtungen gemeinsam hunderttausende biologisch aktiver Substanzen identifizieren und die Daten zentral zusammenführen. Sie können als Ausgangspunkt für neue Medikamente dienen. Auf Helmholtz-Seite beteiligt sind das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung.

 

IAGOS wird zivile Verkehrsflugzeuge nutzen, um Atmosphärendaten aus der Höhe der Flugkorridore zu gewinnen. So ermöglicht das neue Systemgenauere Klimavorhersagen und kann Auswirkungen der Luftverschmutzung feststellen. Helmholtz-Partner sind das Forschungszentrum Jülich, das Karlsruher Institut für Technologie und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

 
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Bund fördert neue Großprojekte

Sechs Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft sind an der Planung der drei Großforschungsprojekte beteiligt, deren Umsetzung das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf Empfehlung des Wissenschaftsrats als besonders dringlich eingestuft hat. Mit ihrer Aufnahme in die „Roadmap für Forschungsinfrastrukturen“ und die damit verbundene Finanzierungszusage rückt die Realisierung der Projekte in greifbare Nähe. Doch was bedeutet das für die Helmholtz-Gemeinschaft? hermann fragte nach beim Geschäftsführer Rolf Zettl:

Sechs Helmholtz-Zentren als Teil der wichtigsten Forschungsinfrastrukturen. Typisch Helmholtz?

Das kann man schon so sagen. Die Koordination großer Forschungsinfrastrukturen ist ein wichtiger Teil unserer Mission. Wir haben bereits viele vergleichbar große Anlagen geplant, gebaut und betrieben. Letztlich ist es unsere Aufgabe, für die Wissenschaft solche Anlagen bereitzustellen, um gemeinsam mit Partnern gesellschaftsrelevante Forschungsfragen beantworten zu können. Auch für die Wissenschaft insgesamt ist es ein Tag der Freude. Durch die Auswahl der Projekte entsteht eine Vielfalt, die für Forscher aus aller Welt hochattraktiv sein wird.

Ein Freudentag auch für den Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft?

Bei mir hält sich die Freude noch in Grenzen, da wir die Kosten und die sich an die Helmholtz-Gemeinschaft möglicherweise richtenden Mitfinanzierungserwartungen derzeit nicht einschätzen können. Grundsätzlich gilt, dass die Betriebskosten von den Organisationen getragen werden müssen, die sie beantragt haben. Es muss nun geklärt werden, wie sich diese Kosten auf die verschiedenen Antragsteller verteilen – an solch großen Vorhaben sind viele Partner beteiligt.

Welche Verpflichtungen entstehen für die Wissenschaft aus so einem (Geld-) Geschenk?

Die Verpflichtungen sind immer die gleichen: Wenn man Geld bekommt, das zudem vom Steuerzahler stammt, muss man verantwortungsvoll damit umgehen. Die Pläne für diese Anlagen müssen vernünftig umgesetzt werden, sowohl für den Bau als auch für den Betrieb. Und dann hoffen wir, dass die Erkenntnisse aus den Experimenten für die Gesellschaft von großem Mehrwert sein werden und die Kosten rechtfertigen. In der Wissenschaft können wir nicht genau planen, was am Ende rauskommt.

Das BMBF entscheidet und finanziert: Sehen Sie da keine Gefahr für die Wissenschaftsfreiheit?

Die Auswahl der Projekte erfolgte durch einen sauberen wissenschaftsgeleiteten Prozess durch den Wissenschaftsrat. Dass die Politik bei solchen Großinvestitionen am Ende die Entscheidung hat, ist völlig in Ordnung.

Das Interview führte Janine Tychsen

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