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Übersetzungsfehler im Gehirn

Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in München und der Ludwig-Maximilians-Universität München hat herausgefunden, dass bei manchen Demenzerkrankungen stille Bereiche des Erbguts irrtümlich in ungewöhnliche Eiweißstoffe übersetzt werden. Diese Proteine bilden den Kern bisher rätselhafter Ablagerungen, die bei bestimmten genetisch bedingten Störungen des Nervensystems auftreten.

Erstaunlich an den neu entdeckten Proteinen ist, dass sie eigentlich gar nicht existieren sollten: Der ihnen zugrundeliegenden genetischen Information fehlt das Startsignal, sie dürfte daher gar nicht erst abgelesen werden. „Das sind sehr ungewöhnliche Proteine, die ansonsten im Körper überhaupt nicht vorkommen“, sagt Prof. Dieter Edbauer. Ihre Besonderheit mache diese Proteine zu einem interessanten Ziel für neuartige Therapien.

Weitere Informationen:

Zur Presseinformation des DZNE

af

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