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Darmbakterien beeinflussen Typ-1-Diabetes

Die Zusammensetzung der Darmflora beeinflusst bei Mäusen das Risiko, an Typ-1-Diabetes zu erkranken. Das berichtet ein internationales Forscherteam in der Online-Ausgabe von Science. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung - UFZ in Leipzig waren an dem Projekt beteiligt: Sie arbeiteten mit speziellen Mäusen, die besonders häufig Typ-1-Diabetes entwickeln. Üblicherweise erkranken mehr Weibchen als Männchen. Die Wissenschaftler übertrugen vor Ausbruch der Krankheit die Darmbakterien männlicher Tiere auf weibliche. Es zeigte sich, dass die so behandelten Weibchen gegen eine Vielzahl von Diabetes-Symptomen geschützt waren. Außerdem wiesen sie auch einen Anstieg des männlichen Geschlechtshormons Testosteron auf, der nach Ansicht der Autoren für die schützende Wirkung verantwortlich war.

Typ-1-Diabetes macht etwa fünf Prozent aller Diabetesfälle aus und ist wie Multiple Sklerose oder Gelenkrheumatismus eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen Gewebe des eigenen Körpers richtet. Die Erkenntnisse können dabei helfen zu verstehen, warum Frauen an einigen Autoimmunerkrankungen häufiger erkranken als Männer.

Weitere Informationen:

Zur Presseinformation des UFZ

Martin Trinkaus

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