Aus der Forschung

Selbstbestimmt leben im Alter - das ist ein Thema der Ausstellung. Bild: Helmholtz-Gemeinschaft, N. Michalke
Website zur Ausstellung:
Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen
Mit großer Spannung erwartet – mit über 400 Gästen feierlich eröffnet: Am 13. März startete die Ausstellung der Helmholtz-Gemeinschaft „Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen“ im Paul-Löbe-Haus in Berlin.
Ein Hochhaus in Form einer Zuckerschote, ein Eisblock aus Acrylglas, der vor den Augen der Besucher zu schmelzen scheint, blubbernde Algenpaneele, durch glänzende Edelstahlplatten zum Designerobjekt gereift, vier Lebensentwürfe älterer Menschen als Mix-Max-Spiel, ein Zuckerstreuer als Boxsack, ein riesiges Smartphone eingefasst in Backstein, ein futuristischer digitaler Safe – das sind die sieben Stelen, die das Herzstück der Ausstellung „Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen“ bilden. Von Designern und Künstlern entworfen, visualisieren sie, manchmal mit einem Augenzwinkern und mit der Einladung zur Interaktion, die großen Herausforderungen der Zukunft.
Die Ausstellungsmacher erhielten für das neuartige Konzept Zuspruch von offizieller Seite: Bundestagspräsident Norbert Lammert lobte die gelungene Balance zwischen der Präsentation von wissenschaftlichen Erkenntnissen und spielerischen Komponenten. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betonte: „Nur wenn möglichst viele Menschen sich mit Wissenschaft auseinandersetzen, können wir die Herausforderungen unserer Zeit lösen.“ Entsprechend ergänzte Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, dass es auch Aufgabe einer Forschungsorganisation sei, Wissenschaft der Bevölkerung verständlich zu machen. Helmholtz tut das unter anderem mit Initiativen wie dem „Haus der kleinen Forscher“, den Schülerlaboren und eben auch mit dieser Ausstellung.
Der Roboter ARMAR, der in Zukunft ein länger selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglicht, ein „Effizienzhaus Plus“, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht, Impfungen per Nasenspray, sichere IT-Lösungen, die aus dem Smartphone einen Hausschlüssel oder eine EC-Karte machen – das sind greifbare Beispiele, die belegen, dass die Zukunft in den Forschungslaboren bereits angekommen ist. Über 150 dieser exemplarischen Forschungsprojekte werden auf den Monitoren links und rechts der Stelen gezeigt. Die kurzen Bildgeschichten erzählen über Forschungsergebnisse, aber auch über den Prozess des „Wissen-Schaffens“.
Wichtig ist die Interaktion mit den Besuchern: An einem zentralen Dialog-Desk können sie ihre Fragen zur Zukunft stellen und die Antworten auf Fragen anderer Besucher lesen. Beides ist ebenso auf der Webseite www.ideen2020.de möglich. Der Protagonist aus der Zukunft, Finn Peeters, lädt auch zur Interaktion ein: Wie sieht eine Welt aus, die keine Energiesorgen kennt? Wie wäre es, wenn wir im Alter mit einer zweiten oder gar dritten Karriere durchstarten? Wie geht es uns, wenn sich aus unseren Erbanlagen eventuelle Krankheiten vorhersagen lassen? Finns Erlebnisse spielen in einer fiktiven Stadt in der Zukunft. Über die Dauer der Ausstellung, so hoffen die Ausstellungsmacher, werden die Besucher Finns Erlebnisse weitererzählen und dabei über ihre Wünsche und Träume, aber auch über ihre Ängste berichten.
„Ideen 2020“ ist eine Aufforderung zum Nachdenken, Diskutieren und Mitgestalten. Denn: Der Weg in eine lebenswerte Zukunft kann nur gemeinsam gelingen!


