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Aus der Forschung

Erste Station der neuen Veranstaltungsreihe Helmholtz&Uni ist die Goethe-Universität Frankfurt. Bild: Goethe-Universität Frankfurt

Erste Station der neuen Veranstaltungsreihe Helmholtz&Uni ist die Goethe-Universität Frankfurt. Bild: Goethe-Universität Frankfurt

 
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Helmholtz diskutiert mit Unis

Mit „Helmholtz&Uni“ etabliert die Helmholtz-Gemeinschaft eine bundesweite Veranstaltungsreihe an und mit Universitäten. Es gehe vor allem darum, zuzuhören, was die Universitäten von ihren Partnern erwarten, sagt Jürgen Mlynek.

Was wollen Sie mit der neuen Veranstaltungsreihe erreichen?

Mlynek: Für mich ist es ein ganz wichtiges Ziel von Helmholtz, dass wir mit den Universitäten auf Augenhöhe zusammenarbeiten: in Forschungsprojekten, in strategischen Kooperationen oder auch bei der Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wir müssen uns aber auch eingestehen, dass wir durch unsere Größe und unsere Pläne, im Wissenschaftssystem mehr Verantwortung zu übernehmen, hier und da Ängste und Kritik auslösen. Dieser Realität wollen wir uns stellen.

Sie sprechen von Ängsten und Kritik. Das Strategiepapier „Helmholtz 2020“, in dem die Gemeinschaft vergangenes Jahr öffentlich über ihre künftige Rolle im Wissenschaftssystem nachgedacht hat, wurde als „Hybris 2020“ tituliert; der Präsident des Hochschulverbandes, Bernhard Kempen, warnte mehrfach vor einer „Helmholtzifizierung“ der Universitäten. Zu Recht?

Mlynek: Sicher nicht! Die Tatsache aber, dass uns von anderen, übrigens der Minderheit, solche Vorwürfe gemacht werden, zeigt, dass wir noch mehr erklären müssen. Und vor allem, dass wir zuhören müssen, was die Universitäten von ihren außeruniversitären Partnern erwarten. Ich glaube: Wenn wir einen offenen Dialog miteinander führen, werden sich viele Missverständnisse von selbst erledigen. Im Alltag führen wir diesen Dialog ja auch schon längst.

„Helmholtz 2020“ war also gestern?

Mlynek: Im Gegenteil. Genau das ist „Helmholtz 2020“. Der Untertitel unseres Strategiepapiers, der oft vergessen wird, lautet: „Zukunftsgestaltung durch Partnerschaft“. Mit dieser Partnerschaft auf Augenhöhe wollen wir ernst machen. Zum Beispiel durch ein Diskussionsformat wie Helmholtz&Uni.

Was wird dort Ihre Kernbotschaft sein?

Mlynek: Vor allem natürlich das Signal, dass wir offen diskutieren und zuhören wollen. Dass wir eben nicht alles besser wissen und auf alles Antworten haben. Die Universitäten haben ihre spezifischen Forschungsschwerpunkte, wir haben unsere. Helmholtz steht für die Wahrnehmung nationaler Forschungsinteressen. Hier sehen wir uns in der Verantwortung, bei Themenfeldern, in denen wir uns kompetent fühlen, eine Koordinierungsrolle zu übernehmen. Dazu suchen wir uns Partner, die mit uns gemeinsam Projekte auflegen wollen. Umgekehrt machen wir auch gern als Juniorpartner mit, wenn die Universitäten oder andere Forschungsorganisationen bei ihren Themen die Initiative ergreifen.

Und was passiert nach dem Diskutieren? Was machen Sie mit den Erwartungen, die Ihnen entgegengebracht werden?

Mlynek: Wir nehmen sie ernst. Wir werden nach jeder Veranstaltung einen Bericht verfassen und die Kernergebnisse unserer Mitgliederversammlung, in der alle 18 Helmholtz-Zentren vertreten sind, zur Verfügung stellen.

Wie ist der Tourplan von Helmholtz&Uni?

Mlynek: Wir beginnen am 6. Mai an der Universität Frankfurt, von dort geht es an die Universität Köln. Und dann sehen wir weiter. Aber vier Veranstaltungen im Jahr soll es auf jeden Fall geben.

Das Interview führte Jan-Martin Wiarda

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