Hermann

Aus der Forschung

HAI – Hintergrund:

Unterzeichnung des Memorandum of Understanding: 2009

Beginn der Forschungskooperation: 2011

Als unabhängige, internationale Forschungskooperation bündelt die Helmholtz-Alberta-Initiative (HAI) die naturwissenschaftlich-technischen Expertisen der Helmholtz-Gemeinschaft und der University of Alberta (Kanada). Beide Partner wollen durch die gewonnenen Synergieeffekte gemeinsam Beiträge zur Bewältigung drängender globaler Herausforderungen erarbeiten und Lösungen anbieten. Dies geschieht durch den sukzessiven Aufbau von thematisch fokussierten Kooperationsprojekten, zum Beispiel in den Helmholtz-Forschungsbereichen Umwelt, Energie und Gesundheit.

Das grundlegende Ziel von HAI besteht darin, unabhängiges Wissen, innovative Technologien und Systemlösungen bereitzustellen, u. a. für eine umweltverträgliche und energieeffiziente Bereitstellung global relevanter fossiler und erneuerbarer Energieressourcen.

HAI ist eine der größten internationalen Forschungskooperationen der Helmholtz-Gemeinschaft. Die Zusammenarbeit mit der Universität Alberta als HUB und Kristallisationskeim für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von beiden Seiten ist zu einem Modell für die internationale Forschungskooperation der Helmholtz-Gemeinschaft geworden.

 
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Ausstieg aus der Ölsandforschung?

In den vergangenen Wochen hat die Helmholtz-Alberta-Initiative (HAI) vermehrt Schlagzeilen in den Medien gemacht. Vom Komplettausstieg der Helmholtz-Gemeinschaft aus der deutsch-kanadischen Kooperation war die Rede. Was ist die Wahrheit hinter den Meldungen? Wir klären auf.

Ist die Helmholtz-Alberta-Initiative am Ende?

Nein. Die Partnerschaft mit der angesehenen University of Alberta in Edmonton geht weiter. Lediglich die industriebezogene Ölsandforschung im Rahmen der HAI wird ausgesetzt. Sie machte auf deutscher Seite ohnehin nur einen geringen Anteil der Kooperation aus. Zugleich aber wird die Zusammenarbeit auf anderen Feldern ausgebaut. Ziel ist es, HAI eine langfristige Perspektive zu sichern.

Warum steigt die Helmholtz-Gemeinschaft aus der ölsandbezogenen Forschung aus?

Bei der Ölsandforschung ging es darum, die wissenschaftliche Expertise beider Partner im Sinne einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Energieerzeugung zu bündeln. Die Erzeugung umfasste sowohl erneuerbare als auch konventionelle Energieträger. Landflächen zu rekultivieren, neue Methoden zur Aufbereitung von Abwässern sowie umweltfreundliche Veredlungsverfahren für den Rohstoff zu erforschen – all das waren Ziele der ölsandbezogenen Forschung. Die Fortschritte dabei waren bemerkenswert. Doch hat sich in Europa und vor allem in Deutschland die Debatte zu Klimawandel und zur Energiewende weiter intensiviert, wobei ein verzerrtes Bild der deutsch-kanadischen Forschungsaktivitäten entstanden ist: HAI hatte nie vor, Ölsande zu fördern und zu verwerten.

Auf welche Forschungsschwerpunkte wird sich HAI nach dem Ausstieg aus der ölsandbezogenen Forschung konzentrieren?

Die wissenschaftliche Kooperation mit der University of Alberta kann in allen Forschungsbereichen weitergeführt werden, da die Forschung in den HAI-Themenfeldern breit gefächert ist und damit auch ohne ölsandbezogene Aspekte fortgesetzt werden kann. Themen wie Geothermie, Membrantechnologien, geologische Speicherung von Kohlendioxid oder die Forschung zur initialen Ökosystementwicklung bilden seit Beginn den Kern der HAI-Aktivitäten. Sie alle werden jetzt noch erweitert. Ausbaupläne bestehen zusätzlich im Bereich der Fernerkundung und des Umweltmonitorings. Forschung zu mineralischen Ressourcen soll hinzukommen. Schließlich wird auch der Gesundheitsbereich wichtiger Bestandteil der Kooperation. Hier laufen die Vorbereitungen für gemeinsame Projekte in der Infektionsforschung und im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen.

Janine Tychsen

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