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Aus der Forschung

Inzwischen ist die Lücke geschlossen: Wendelstein 7-X vor der Montage des letzten Kryostat-Teiles. Bild: IPP, Anja Richter-Ullmann

Inzwischen ist die Lücke geschlossen: Wendelstein 7-X vor der Montage des letzten Kryostat-Teiles. Bild: IPP, Anja Richter-Ullmann

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Der Aufbau von Wendelstein 7-X im Zeitraffer

 
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Wendelstein 7X: Der Deckel ist geschlossen

Die Montagearbeiten an der Forschungsanlage Wendelstein 7-X im Teilinstitut Greifswald des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik laufen auf vollen Touren: Inzwischen zeigt sie sich in ihrer endgültigen Gestalt. Wendelstein 7-X, wird nach der Fertigstellung die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator sein und soll untersuchen, ob sich dieser Bautyp für ein künftiges Fusionskraftwerk eignet.

Wendelstein 7-X besteht aus fünf nahezu baugleichen Modulen: Jedes Modul umfasst jeweils ein Teil des Plasmagefäßes, seine thermische Isolation, 14 speziell geformte, supraleitende Magnetspulen sowie ein Teil des stützenden Tragrings – pro Modul ein Gewicht von rund 120 Tonnen. Eingehüllt in eine stählerne Außenhülle stehen inzwischen alle Module auf dem Maschinenfundament. Zuletzt wurde ein rund 14 Tonnen schwerer Deckel aufgesetzt, ein Teil der wärmeisolierenden Außenhaut. „Schade nur“, meint der Assoziierte Projekt-Direktor Dr. Hans-Stephan Bosch, „dass jetzt vom gesamten Innenleben der Maschine, insbesondere von dem Markenzeichen des Wendelstein 7-X, den Spulen, nichts mehr zu sehen ist.“

Zahlreiche Forschungseinrichtungen tragen zum Aufbau von Wendelstein 7-X bei: Zum Beispiel entwickelt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Plasmaphysik der Universität Stuttgart und einem europäischen Industrieunternehmen – die Plasmaheizung mittels Mikrowellen und wird das gesamte System der Mikrowellenheizung bereitstellen. Das Bussystem supraleitender Drähte, das die Magnetspulen untereinander und mit den Stromzuführungen verbindet, wird vom Forschungszentrum Jülich entwickelt und gefertigt. Montiert wird es vom Institut für Kernphysik in Krakow. Die Stromzuführungen für die Spulen stellt das KIT her. Zahlreiche Arbeiten im Inneren der Anlage und in ihrer Peripherie stehen noch bevor, bis Wendelstein 7-X in zwei Jahren den Betrieb aufnehmen kann.

IPP/red

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