Hermann

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Der Naturstoff Eliamid kann das Wachstum von Krebszellen hemmen – zumindest im Reagenzglas. Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) haben herausgefunden, dass die von Bakterien hergestellte Substanz auf Zellen von Gebärmutterhalskrebs und Lymphknotengeschwüren wirkt und dabei nur eine geringe Toxizität aufweist.

Das im Erdreich vorkommende Bakterium Sorangium cellulosum gehört zur Ordnung der Myxobakterien und produziert wie seine Verwandten eine Vielzahl von Sekundärmetaboliten. Diese Stoffe sind für die Bakterien nicht direkt lebensnotwendig, verschaffen ihnen aber mitunter einen Vorteil gegenüber konkurrierenden Arten. Deshalb haben einige dieser Substanzen einen antibiotischen Effekt, andere sind für die Tumor-Therapie geeignet.

Bis Eliamid möglicherweise Krebspatienten helfen kann, wird es allerdings noch etliche Jahre dauern. Bereits in den 1980er Jahren entdeckten Wissenschaftler in Braunschweig mit Epothilon einen Sekundärstoff aus Bakterien, der in der Zwischenzeit zu einem Mittel gegen Brustkrebs weiterentwickelt wurde und seit 2007 in den USA auf dem Markt ist.

Weitere Informationen:

Zur Presseinformation des HZI

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11.01.2013
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