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Abschied vom Asteroiden Vesta

Ein riesiges Einschlagsbecken am Südpol. Tiefe Furchen um den Äquator. Dunkles Material an den Kratern. Und ein Berg, der mehr als doppelt so hoch ist wie der Mount Everest. Der Asteroid Vesta, den die Raumsonde Dawn seit Juli 2011 mit einem deutschen Kamerasystem an Bord umkreiste, hat die Wissenschaftler ins Staunen gebracht. „Die Erwartungen an die Mission wurden mehr als erfüllt“, sagt Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Planetenforscher haben Vesta aus einer Höhe von nur 175 Kilometern beobachten können und bereits erste Erkenntnisse gewonnen: „Wir wissen zum Beispiel, dass Vesta ein sogenannter differenzierter Körper ist, also wie ein Planet in drei Schichten - Kern, Mantel und Kruste - aufgebaut ist“, erläutert Jaumann. Bis die gesamte Geschichte von Vesta erklärt werden kann, werden allerdings noch Generationen von Forschern mit den bisher gewonnenen Daten arbeiten, schätzt Jaumann. In dem einen Jahr, in dem Dawn um Vesta kreiste, haben die Wissenschaftler des DLR die gesamte Oberfläche des Asteroiden vermessen und kartiert. Außerdem haben sie aus den gewonnenen Daten ein Video erstellt, das den Betrachter auf einen Flug um den Asteroiden mitnimmt.

Im September dieses Jahres hieß es dann Abschied nehmen: Die Sonde schwenkte aus der Umlaufbahn um Vesta und fliegt seitdem weiter zum Zwergplaneten Ceres. Unter dessen eisiger, von dunklem Kohlenstoff bedeckten Kruste könnte die Wissenschaftler ein Ozean aus Wasser erwarten.

Weitere Informationen:

Zur Presseinformation des DLR und zum Vesta-Video

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11.01.2013
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