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Zuwanderungsprogramm für Abwehrzellen

Immunzellen aus dem Blut können den Ausfall analoger Abwehrzellen im Gehirn kompensieren. Dies hat ein Forscherteam des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Tübinger Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung festgestellt. Das Gehirn ist mit einem eigenen Arsenal von Abwehrzellen ausgestattet, den Mikroglia. Andere Immunzellen treiben indessen durch die Blutbahn und sind durch die sogenannte Blut-Hirn-Schranke  vom Gehirn ausgeschlossen.. Sie schützt das Gehirn zum Beispiel vor Krankheitserregern. Der Neurowissenschaftler Dr. Nicholas Varvel und seine Kollegen aus dem Team um Prof. Dr. Mathias Jucker fanden nun jedoch heraus, dass bei einem Mangel an Mikroglia das Gehirn eine Art Zuwanderungsprogramm in Kraft setzt, bei dem Immunzellen aus dem Blut eintreten und die Funktionen der Mikroglia übernehmen können. Die Ergebnisse der Laborstudie könnten den Weg für neue Therapien gegen Erkrankungen des Nervensystems weisen.

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12.01.2013
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