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Wo Koffein im Gehirn wirkt

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich konnten erstmals nachweisen, dass Koffein vor allem in den hochentwickelten Regionen des Großhirns seine anregende Wirkung entfaltet. Die Forscher injizierten Versuchspersonen zunächst einen Bildgebungsmarker, dessen Verteilung im Gehirn sie mithilfe der Positronen-Emissionstomografie (PET) verfolgt haben. Dieser Marker bindet an eine ganz spezifische „Andockstelle“ der Nervenzellen, den sogenannten A1-Adenosinrezeptor. Danach verabreichten sie den Studienteilnehmern intravenös verschiedene Koffeinmengen. Das Koffein verdrängte den Marker und blockierte so den Adenosinrezeptor. Adenosin gilt als Müdemacher und hemmt die Nervenzellen. Die Blockierung des Rezeptors durch Koffein führt dagegen zur Aktivierung der Nervenzellen und damit zur Anregung der kognitiven Prozesse. Das Wissen über die Wirkmechanismen des Koffeins kann ein wichtiger Schritt sein, um zum Beispiel Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Parkinson und Alzheimer zu entwickeln: Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass regelmäßiger Koffeinkonsum das Risiko für diese Erkrankungen reduziert.

Weitere Informationen

Zur Presseinformation des Forschungszentrums Jülich

Interview mit den Jülicher Forschern im Deutschlandfunk

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12.01.2013
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