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Nachrichten aus dem Büro Moskau

Forschungszentrum in Sarov will eine leistungsstarke Laseranlage bauen

Die russische Regierung plant, bis zu 45 Milliarden Rubel (ca. 1,1 Milliarde Euro) in eine komplett neue Groß-Laseranlage zu investieren, die in direkter Nähe zu dem Technopark “Sarov” in den nächsten 10 Jahren gebaut werden soll. Nach dem Wissenschaftlichen Direktor Radiy Ilkaev soll die Leistung der Anlage 2,8 Megajoule betragen – mehr als bei ähnlichen in den USA und in Frankreich bereits existierenden Anlagen. Die Einrichtung wird außerhalb des geschlossenen Forschungszentrums VNIIEF Sarov gebaut, damit insbesondere auch internationale Forscher leichter vor Ort arbeiten können.

Das Forschungszentrum VNIIEF Sarov wurde nach dem 2. Weltkrieg in einem von Wäldern umgebenen Gebiet im Oblast Nizhniy Novgorod zur Entwicklung von Kernwaffen gegründet. Das Forschungzentrum befindet sich unter dem Dach der Staatsholding Rosatom und entwickelt aktiv auch zivile Forschungsbereiche, beispielsweise Supercomputing. So verfügt VNIIEF Sarov über Supercomputer mit Leistungsstärke bis 1 Petaflop. International kooperiert VNIIEF beispielsweise mit GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und CERN.

Weitere Informationen zu VNIIEF Sarov: http://en.vniief.ru

Dritte Runde im russischen Programm “Megagrants” wird vorbereitet

Das russische Ministerium für Bildung und Forschung (MON) beabsichtigt, noch weitere Millionenstipendien an herausragende internationale Wissenschaftler zu vergeben, die in Russland neue Forschungslabors aufbauen und leiten wollen. Für die dritte Ausschreibung ist vorgesehen, dass die Förderung sowohl über eine russische Universität, als auch neuerdings über die Institute der Russischen Akademie der Wissenschaften beantragt werden können. Die Finanzierung eines Labors beläuft sich für drei Jahre auf 90 Millionen Rubel (ca. 2,2 Millionen Euro). Es sollen wiederum bis zu 40 Gewinner ausgewählt werden.

Auch die bereits bestehenden Labors aus den Ausschreibungen 2010 und 2011 haben Anspruch auf eine Fortsetzung der Förderung. Dafür sind im Haushalt 2014/ 2015 bis zu 300.000 Euro vorgesehen. Unter den Gewinnern der früheren Ausschreibungen gibt es mehrere Helmholtz-Forscher, etwa aus KIT, DLR, IPP und AWI.

Die dritte Ausschreibung soll im Juni 2012 unter bit.ly/JCrjsL veröffentlicht werden.

Russian Foundation for Basic Research vor 20 Jahren gegründet

Am 27. April 1992 hat der damalige Präsident Russlands die Initiative der führenden Wissenschaftler des Landes unterstützt und die Gründung der Stiftung veranlasst. Die Russian Foundation for Basic Research (RFBR) ist der größte russische staatliche Förderer der Grundlagenforschung und verfügt 2012 über ein Budget von ca. 6 Mrd. Rubel (ca. 150 Mio. Euro). Die RFBR kooperiert mit Partnern in Deutschland (Helmholtz-Gemeinschaft, Deutsche Forschungsgemeinschaft), Schweden, Großbritannien, Frankreich, Polen, der Tschechischen Republik, Japan und den USA. Die Helmholtz-Gemeinschaft arbeitet bereits seit 2006 mit der Stiftung im Programm „Helmholtz-Russia Joint Research Groups“ zusammen. Aktuell läuft bis zum 31. Mai 2012 die gemeinsame Ausschreibung HRJRG mit dem Schwerpunkt „Forschung mit Photonen, Neutronen und Ionen“.

Weitere Informationen: www.helmholtz.de/hrjrg

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12.01.2013
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