Preise
Hector Forschungspreis für KIT-Wissenschaftler:
Der Physiker Prof. Dr. Hilbert von Löhneysen vom KIT erhält in diesem Jahr den Hector Forschungspreis und gehört nun zum Kreis der sogenannten „Hector-Fellows.“ Die Hector Stiftung II mit Sitz in Weinheim würdigt mit der Auszeichnung die bahnbrechenden Forschungsleistungen von Naturwissenschaftlern. Insgesamt drei Wissenschaftler deutscher Exzellenz-Universitäten haben in diesem Jahr den mit jeweils 150.000 Euro dotierten Hector Forschungspreis erhalten.
Hilbert von Löhneysen leitet das KIT-Institut für Festkörperphysik. Hier beschreitet er neue Wege in der Erforschung von sogenannten Quanteneffekten in Metallen. Die Quantenphasenübergänge zeigen sich im Labor bei sehr kalten Temperaturen, bei hohen Drücken und starken Magnetfeldern.
Der Physiker untersucht die Übergänge zwischen den Zuständen in diesen Materialien, wie beispielsweise von leitend zu isolierend, von magnetisch zu unmagnetisch. Dabei entdeckte von Löhneysen mit seinem Team einen neuen Typ der Quantenphasenübergänge. Aus diesen Effekten ergeben sich Eigenschaften, die große Vorteile bei Kontakten und Bauelementen haben könnten.
Zurzeit untersucht er mit seiner Gruppe Kontakte zwischen Metallen, in denen die Elektronen sich vollkommen verschiedenen verhalten, zum Beispiel zwischen Supraleitern und Magneten. Nanoelektronische Bauelemente auf dieser Grundlage könnten in Zukunft zu neuartigen und leistungsfähigen Rechnersystemen führen, die auf Quanteneffekten beruhen.


