Aus der Forschung

Forschungszeppelin PEGASOS. Quelle: EU-PEGASOS-Kampagnenblog
Weitere Informationen:
Mehr zur Forschung mit dem Zeppelin.
Im Kampagnenblog berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Mission.
Zeppelinflug für die Klimaforschung
Seit Mai 2012 ist ein rund fünfzehnköpfiges Team mit Forschern aus Jülich, der Schweiz, Estland und den USA mit dem Forschungszeppelin PEGASOS auf Messflügen unterwegs. Die erste Mission, von Friedrichshafen bis Rotterdam wurde erfolgreich abgeschlossen, die zweite Mission geht nach Italien, wo Messungen in der Po-Ebene und über der Adria geplant sind. 2013 starten die Atmosphärenforscher ab April zur dritten Mission für zwei Monate Richtung Nordeuropa. Sowohl die Routen der Mission als auch die Messplätze sind auf bestehende Bodenmessstationen abgestimmt. Die Forscher können dadurch Daten aus dem Flug direkt mit Messungen der Wissenschaftler vor Ort vergleichen.
Bisher sind die Wissenschaftler mit den Ergebnissen der Messflüge sehr zufrieden. Im Fokus dieser Kampagne stehen zum einen Schwebeteilchen in der Luft, zum anderen das „Waschmittel“ der Atmosphäre, das chemische Hydroxyl-Radikal. Es leitet den Abbau der meisten Schadstoffe ein und ist somit ein Maß für die Reinigungskraft der Atmosphäre. In einem natürlichen Kreislauf wird es auch wieder recycelt. Hier sind Jülicher Forscher in den vergangenen Jahren auf Unstimmigkeiten gestoßen. Die Zeppelinflüge sollen nun Klarheit schaffen.
In Sachen Schwebeteilchen (Aerosole) geht es unter anderem um die folgenden Fragen: Aus welchen Quellen stammen sie? Wie lagern sie sich zu größeren Partikeln zusammen? Welche chemischen und physikalischen Auswirkungen haben sie auf das Klima und die Luftqualität? Und welche Rolle spielen sie beim Recycling des natürlichen "Waschmittels"?
Die Kampagne ist Teil des EU-Großforschungsprojekts PEGASOS, in dem 26 Partner aus 14 europäischen Staaten sowie Israel Zusammenhänge zwischen Atmosphärenchemie und Klimawandel erforschen.


