Aus der Forschung

Uni-Campus des Karlsruher Instituts für Technologie, das Förderungen für zwei Virtuelle Institute erhält. Bild: KIT
Die vier neuen Helmholtz-Allianzen:
Visualisierung und Therapie für umweltbedingte Stoffwechselerkrankungen / Imaging and Curing Environmental Metabolic Diseases - ICEMED
Helmholtz Zentren: Helmholtz Zentrum München, Forschungszentrum Jülich, MDC, DKFZ
Robotische Erkundung unter Extrembedingungen / Robotic Exploration of Extreme Environments ROBEX
Helmholtz-Zentren: AWI, DLR, GEOMAR
Fernerkundung und Dynamik des Erdsystems / Remote Sensing and Earth System Dynamics
Helmholtz-Zentren: UFZ, Forschungszentrum Jülich, GFZ, Helmholtz Zentrum München, KIT, AWI, GEOMAR, DLR
Flüssigmetalltechnologien Liquid Metal Technologies (LIMTECH)
Helmholtz-Zentren: HZDR, KIT, Forschungszentrum Jülich, DLR
Mehr Informationen: www.helmholtz.de/allianzen
Die neuen Virtuellen-Institute:
Biological timing in a changing marine environment: Clocks and rhythms in polar pelagic organisms (AWI)
Plasma wakefield acceleration of highly relativistic electrons with FLASH (DESY)
Solar SynGas (DLR)
RNA dysmetabolism in Amytrophic Lateral Sclerosis and Frontotemporal Dementia (DZNE)
Virtual Institute for Topological Insulators (Forschungszentrum Jülich)
New states of matter and their excitations (HZB)
Microstructure control for thin-film solar cells (HZB)
In vivo studies of biodegradable magnesium based implant materials (MetBioMat) (HZG)
Dead Sea Research Venue - DESERVE (KIT)
Printed electronics based on inorganic nanomaterials: From atoms to functional devices and circuits (KIT)
Plasma Dynamical Processes and Turbulence Studies using Advanced Microwave Diagnostics (IPP)
Weitere Informationen: www.helmholtz.de/vi
Neue Allianzen und Virtuelle Institute
Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert vier neue Helmholtz-Allianzen und elf neue Virtuelle Institute, um die Vernetzung mit Universitäten und weiteren Partnern weiter auszubauen. Die elf Virtuellen Institute werden mit 30 Mio. Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Für die vier neuen Helmholtz-Allianzen stehen 50 Mio. Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds zur Verfügung. Dazu kommen Beiträge der beteiligten Partnereinrichtungen.
In Helmholtz-Allianzen arbeiten meist mehrere Helmholtz-Zentren mit Universitäten und außeruniversitären Partnern aus dem In- und Ausland zusammen, um ihre Kompetenz zu bündeln und in strategisch wichtigen Forschungsfragen rasch Fortschritte und internationale Sichtbarkeit zu erreichen. Helmholtz-Allianzen können aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds mit bis zu drei Mio. Euro jährlich gefördert werden, dazu kommt eine Eigenbeteiligung aus den Helmholtz-Zentren in gleicher Höhe, die Förderdauer beträgt fünf Jahre.
Neu gefördert wird ICEMED, in der Visualisierung und Therapie für umweltbedingte Stoffwechselerkrankungen untersucht werden. Das federführende Zentrum ist das Helmholtz Zentrum München, von Helmholtz-Seite sind auch das Forschungszentrum Jülich, MDC und DKFZ beteiligt. Die Helmholtz-Allianz ROBEX befasst sich unter Federführung des AWI mit der robotischen Erkundung unter Extrembedingungen. Die Helmholtz-Zentren DLR und GEOMAR sind an dieser Allianz beteiligt. An der Helmholtz-Allianz Remote Sensing and Earth System Dynamics arbeiten die Helmholtz-Zentren UFZ, Forschungszentrum Jülich, GFZ, Helmholtz Zentrum München, KIT, AWI, GEOMAR, DLR mit zahlreichen externen Partnern an Themen der Fernerkundung. Flüssigmetalltechnologien stehen im Zentrum der Helmholtz-Allianz LIMTECH, die unter Federführung des HZDR startet und an der die Helmholtz-Zentren KIT, Forschungszentrum Jülich, DLR sowie zahlreiche externe Partner beteiligt sind.
Die Themen der elf virtuellen Institute reichen von Grundlagenforschung über neue Nutzungsoptionen von Solarenergie bis hin zu konkreten Forschungsvorhaben für die Medizin: So untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht gemeinsam mit Kollegen universitärer Arbeitsgruppen im Virtuellen Institut MetBioMat, wie neuartige Implantate auf Magnesium-Basis biologisch abgebaut werden.
Virtuelle Institute werden mit jährlich bis zu 600.000 Euro über drei bis fünf Jahre aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds gefördert, dazu kommen Eigenmittel der Zentren, so dass die Forschungsvorhaben insgesamt mit bis zu 900.000 Euro jährlich finanziert werden können.
Im Rahmen der bisherigen fünf Ausschreibungsrunden wurden bzw. werden mit insgesamt fast 100 Mio. Euro 99 Virtuelle-Institute gefördert, an denen 326 Hochschulpartner von 61 verschiedenen deutschen Hochschulen beteiligt sind. Davon flossen bzw. fließen rund 56 Mio. Euro an die Hochschulen. Virtuelle Institute können auch zur Vorbereitung größerer Verbünde wie etwa der Helmholtz-Allianzen genutzt werden.


