Hermann

Aus der Forschung

Victor Hess (rechts im Ballonkorb) wird nach einer seiner Ballonfahrten in den Jahren 1911/12 von Neugierigen umringt.  Bild: Victor Franz Hess Gesellschaft

Victor Hess (rechts im Ballonkorb) wird nach einer seiner Ballonfahrten in den Jahren 1911/12 von Neugierigen umringt. Bild: Victor Franz Hess Gesellschaft

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Veranstaltungshinweis

Zum 100. Jahrestag der Entdeckung der kosmischen Strahlung organisiert DESY zusammen mit der Astrophysikgruppe der Universität Potsdam und dem MPI für Wissenschaftsgeschichte ein Symposium zur Astroteilchenphysik und ihrer Geschichte: Vom 6.-8. August treffen sich in Bad Saarow/Pieskow Wissenschaftler aus aller Welt, um die Entwicklung der vielen Teilgebiete von den historischen Anfängen bis zu Ideen für neue Projekte zu präsentieren und zu diskutieren.

Am 6. August 2012 um 20:00 wird Prof. Dr. Christian Stegmann im Bahnhofshotel in Bad Saarow einen öffentlichen Vortrag zur Astroteilchenphysik und ihrer Geschichte halten. Außerdem wird währendd es Symposiums ein Gedenkstein enthüllt, Teilnehmer können Ballonfahrten buchen und es werden die Elektroskope gezeigt, mit denen damals weltweit Ionisationsmessungen durchgeführt wurden.

DESY bereitet außerdem eine Posterserie und Broschüre zur Chronologie der wissenschaftlichen Meilensteine vor.

Näheres unter www.desy.de/2012vhess


Hintergrundinformationen

In der Helmholtz-Allianz Astroteilchenphysik arbeiten Physikerinnen und Physiker aus den Helmholtz-Zentren KIT und DESY sowie Universitäten in Aachen, Berlin (HU), Bonn, Dortmund (TU), Dresden (TU), Erlangen-Nürnberg, Hamburg, Mainz, Münster, München (TU), Potsdam, Siegen, Tübingen, Würzburg, Wuppertal, drei Max-Planck-Instituten sowie Einrichtungen aus Paris und Chicago zusammen.

www.hap-astroteilchen.de 

 

 
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100 Jahre kosmische Strahlung

Am 7. August 1912 konnte der österreichische Physiker Victor F. Hess bei einer Ballonfahrt in 5.300 m Höhe über dem Schwielochsee im Südosten Brandenburgs mit drei Ionisationsmessgeräten die Existenz einer durchdringenden Höhenstrahlung nachweisenAls er gegen Mittag in Bad Saarow/Pieskow am Scharmützelsee landete und mit dem Zug über Berlin nach Wien zurück fuhr, waren ihm die Konsequenzen dieser Entdeckung noch nicht bewusst. Die Entdeckungsgeschichte der kosmischen Strahlung ist keineswegs geradlinig verlaufen. Im Gegensatz zur Röntgenstrahlung, die sofort nach ihrer Entdeckung weltweit gefeiert wurde und schon nach wenigen Jahren eine Revolution in der medizinischen Diagnostik bewirkte, benötigte die kosmische Strahlung mehr als 15 Jahre, um wissenschaftlich anerkannt zu werden. Mit der Verleihung des Nobelpreises für Physik an Hess im Jahre 1936 wurde der Streit beigelegt.

Mit Beginn der 1950ger Jahre verlagerte sich die Elementarteilchenphysik zu Experimenten an Beschleunigern. Die Astroteilchenphysik konzentrierte sich zunächst auf die Untersuchung hochenergetischer Luftschauer. Den tiefsten Einblick in mögliche Quellen kosmischer Strahlung lieferten jedoch die Cherenkov-Licht Teleskope H.E.S.S., MAGIC und VERITAS, an denen auch DESY beteiligt ist. Es sind gerade die hochenergetischen Gammas, mit denen schon etwa 140 kosmische Beschleuniger entdeckt wurden. Diese Erfolgsgeschichte soll zukünftig unter wesentlicher Beteiligung von DESY mit dem Cherenkov Telescope Arrray CTA fortgesetzt werden.

Auszug aus einem Beitrag von Dr. Michael Walter für das Physikjournal

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11.01.2013
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