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3 Kommentare

Helmholtz unterstützt Open Access-Publizieren

Open Access, der freie Zugang zu wissenschaftlichen Informationen, ist eine zukunftsweisende Publikationsstrategie, die die Helmholtz-Gemeinschaft bereits seit 2004 offiziell fördert. Um die Finanzierung von wissenschaftlichen Publikationen in Open Access-Zeitschriften unkompliziert zu ermöglichen, unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft den „Compact for Open Access Publishing Equity“ (COPE).

Open Access verbessert die Sichtbarkeit von wissenschaftlichen Ergebnissen und erleichtert die Arbeit in digitalen Forschungsumgebungen, z.B. durch Verlinkungen zwischen Artikeln und Forschungsdaten. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat 2004 als erste der großen Wissenschaftsorganisationen in Deutschland eine Empfehlung zum Open Access-Publizieren verabschiedet und fördert die Transformation des Publikationssystems hin zu Open Access durch vielfältige Maßnahmen. 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entscheiden sich in einem stetig steigenden Umfang für das Publizieren in Open Access-Zeitschriften. Diese Zeitschriften finanzieren den freien Zugriff auf ihre Inhalte vielfach über Publikationsgebühren, die von den Institutionen der Autoren übernommen werden. Die deutschen Wissenschaftsorganisationen haben sich im Rahmen ihrer 2008 gestarteten Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ darauf verständigt, die Weiterentwicklung von Geschäfts- und Fördermodellen des Open Access zu unterstützen. Anliegen der Helmholtz-Gemeinschaft ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Publikation in Open-Access-Zeitschriften ebenso einfach wie die in konventionell finanzierten Zeitschriften zu machen. „Wir wollen den Wandel zu einem nachhaltigen und innovativen System der Wissenschaftskommunikation vorantreiben. Open Access ist die Publikationsstrategie der Zukunft“, sagt Dr. Rolf Zettl, Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft. 

Gemeinsam mit internationalen Wissenschaftsorganisationen widmen sich die Zentren im Rahmen des Compact for Open Access Publishing Equity (COPE) der Förderung von Open Access. Die internationale Initiative COPE wurde von der Harvard University, dem MIT und weiteren führenden amerikanischen Universitäten zur Förderung des Open Access-Publizierens initiiert. 2011 hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als erste deutsche Forschungseinrichtung COPE unterzeichnet. Bereits jetzt stellen Förderorganisationen wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Europäische Kommission Mittel zur Finanzierung von Open Access-Publikationen bereit. Analog zu diesen Vorbildern sind die Zentren bestrebt Mechanismen zu etablieren, um angemessene Open Access-Publikationsgebühren zu übernehmen. Zentraler Akteur sind die Bibliotheken der Helmholtz-Zentren, diese informieren die Autorinnen und Autoren über die Praktiken am jeweiligen Forschungszentrum. Begleitet durch das Helmholtz Open Access Projekt stellen sich die Zentren den Herausforderungen des freien Zugangs.

Dr. Christoph Bruch und Heinz Pampel (Helmholtz Open Access Koordinationsbüro)

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Kommentare zum Artikel
 

Erstellt von: "Doris Mayer" am 02.02.2012 14:13

Open Access

Schön, dass Helmholtz Open Access befürwortet.Wie wäre es denn, wenn Helmholtz dafür Mittel zur Verfügung stellt?Solange wir die Open Access Gebühren von unserem Forschungsetat bezahlen müssen (1300 Euro pro Artikel sind ja keine Peanuts) ist die Motivation nicht so groß.

Erstellt von: "Antonia Rötger" am 02.02.2012 15:09

Liebe Frau Mayer, vielen Dank für Ihren Kommentar!Es stimmt, dass die Übernahme der Publikationsgebühren in den Helmholtz-Zentren noch unterschiedlich geregelt ist. Auskunft zum Stand von Open Access in den verschiedenen Helmholtz-Zentren können Sie beim Open Access-Koordinationsbüro erhalten, telefonisch oder auch per Email unter open-access@helmholtz.deMit freundlichen GrüßenAntonia Rötger (hermann-Redaktion)

Erstellt von: "Heinz Pampel" am 03.02.2012 10:29

Liebe Frau Mayer, vielen Dank für Ihren Kommentar. Der Umgang mit den Publikationsgebühren variiert in den Helmholtz-Zentren. Aufgrund der Struktur der Helmholtz-Gemeinschaft gibt es keinen zentralen „Topf“. Die Zentren arbeiten an den Herausforderungen, die die Finanzierung von Open-Access-Publikationsgebühren mit sich bringt.AnsprechpartnerInnen an den Zentren finden Sie unter: oa.helmholtz.de/index.php Kolleginnen und Kollegen stehen Ihnen für Fragen und Anregungen gerne zur Verfügung. Gerne können Sie sich auch an das Koordinationsbüros Open Access wenden: open-access@helmholtz.deAnreize sind wichtig; mit Anreizen ist es jedoch nicht getan. Es geht um Etablierung eines nachhaltigen Publikationssystems und damit, alleine in den englischsprachigen STM-Disziplinen, um über 25.000 Journals und über 1.5 Millionen Artikel pro Jahr (STM Report, 2009). Leider löst hier ein zentraler Topf nicht alle Probleme. Während sich der Umgang mit subskriptionsbasierten Zeitschriften über viele Jahre professionalisiert hat, stehen uns im Bereich Open Access noch viele Herausforderungen bevor. Diese Herausforderungen nehmen wir uns an. Viele Grüße und Danke für Ihre Offenheit! Heinz Pampel

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