Aus der Forschung

Start der Forschungsrakete REXUS 10 von Kiruna (Nord-Schweden). Bild: A. Lambert/ESA
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REXUS: Studenten forschen in Schwerelosigkeit
Auf die Internationale Raumstation können die Studierendenteams der FH Aachen und der Technischen Universität Dresden in absehbarer Zeit leider nicht fliegen. Doch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bietet ihnen eine andere Möglichkeit, Experimente in Schwerelosigkeit durchzuführen. Dafür mussten sie sich jedoch in die Einsamkeit und winterliche Kälte Nordschwedens begeben: Am 16. November 2012 brachte die Forschungsrakete der Mission REXUS 11 die Versuche auf 79 km Höhe. Im etwa zwei Minuten andauernden freien Fall liefen die vorbereiteten Versuche der Studierenden automatisch ab.
Das Experiment „CaRu“ vom Team der TU Dresden brachte beispielsweise in einer Druckkammer eine Flüssigkeit auf stark saugfähiges Papier auf. Die Fragen: Wie breitet sich die Flüssigkeit aus? Gibt es Unterschiede zum Verhalten unter Schwerkraft? Eine hochauflösende Kamera zeichnete den Versuch während des Flugs auf.
Nach der Landung am Fallschirm wurden die Experimente geborgen und zur Raketenbasis zurückgebracht, wo die Studierenden mit der Auswertung der Daten beginnen konnten – ein Vorteil gegenüber Schwerelosigkeitsexperimenten auf der Raumstation.
Das deutsch-schwedische Nachwuchs-Programm REXUS/BEXUS (Raketen-/Ballon-Experimente für Universitäts-Studenten) ermöglicht es Studierenden, eigene praktische Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Raumfahrtprojekten zu gewinnen. Studierende können jedes Jahr neue Experiment-Vorschläge beim DLR einreichen.


