Aus der Forschung
Sterne, Jets und Batterien
Bei der Entstehung von Schwarzen Löchern spielen magnetische Instabilitäten eine entscheidende Rolle, sie regulieren aber auch die Rotations-Geschwindigkeit kollabierender Sterne und beeinflussen das Verhalten kosmischer Materieströme, so genannter Jets. Im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) gelang in diesem Jahr erstmals der Nachweis einer solchen magnetischen Instabilität – der Tayler-Instabilität – im Labor.
Dieses magnetische Phänomen entsteht immer dann, wenn ein ausreichend starker Strom durch eine leitfähige Flüssigkeit fließt. Ab einer bestimmten Stärke erzeugt die Wechselwirkung des Stromes mit seinem eigenen Magnetfeld eine Strömung. Die Rossendorfer Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dieses Phänomen nicht nur im Kosmos, sondern auch auf der Erde wirken kann, und zwar in Flüssigmetall-Batterien. Sie sind ein möglicher, preiswerter Speicher für erneuerbare Energien. Die neuesten Ergebnisse weisen nun aber darauf hin, dass dieser Einsatz durchaus kompliziert werden kann.
„Wir haben errechnet, dass ab einer gewissen Stromdichte und Batteriegröße unweigerlich die Tayler-Instabilität einsetzt und dazu führt, dass in den Metallschichten eine starke Strömung entsteht. Diese rührt die flüssigen Schichten um und es kommt zum Kurzschluss“, sagt Dr. Frank Stefani vom HZDR.


