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Grummt Ingrid WEB 
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Helmholtz-Professur für Prof. Grummt:

Die international renommierte Zellbiologin Prof. Dr. Ingrid Grummt kann über die Pensionsgrenze hinaus drei weitere Jahre eine Arbeitsgruppe am DKFZ leiten. Ermöglicht wird dies durch eine Helmholtz-Professur, ein Förderinstrument der Helmholtz-Gemeinschaft. Ingrid Grummt erforscht zelluläre Prozesse, die auf das Chromatin einwirken und darüber mitentscheiden, welche DNA-Bereiche abgelesen werden können und welche dauerhaft stillgelegt sind. Besonders konzentriert sich die Zellbiologin auf so genannte nicht-kodierende RNA-Moleküle.

Vor wenigen Jahren entdeckte Prof. Grummt mit ihrem Team, dass einige nicht-kodierende RNAs bestimmte Proteine gezielt zu ihren Bestimmungsorten im Erbgut lotsen, darunter vor allem solche Eiweiße, die das Chromatin chemisch modifizieren. Solche Modifikationen, die Wissenschaftler als „epigentische Regulation“ bezeichnen, wirken sich darauf aus, welche Bereiche des Erbguts abgelesen werden. Mit ihrer künftigen Arbeit will Ingrid Grummt genau aufklären, auf welche Weise nicht-kodierende RNA-Moleküle an diesen Regulationsvorgängen beteiligt sind und somit ein erster Schritt zur Entwicklung neuartiger Medikamente sein können.

Die Zellbiologin wurde mit einer Reihe hochkarätiger wissenschaftlicher Preise ausgezeichnet, darunter 1990 der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis oder 2010 der „Women in Science Award“.

Die Helmholtz-Professuren, ein Förderinstrument der Helmholtz-Gemeinschaft, ermöglichen, ausgezeichnete Wissenschaftler nach dem Erreichen des Pensionsalters zunächst für weitere drei Jahre als Leiter von Arbeitsgruppen an einem Helmholtz-Zentrum zu halten. Damit soll auch verhindert werden, dass ältere Spitzenforscher aus Deutschland abwandern.

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