Aus der Forschung
Strukturen für die Wirkstoffforschung
Steigende Entwicklungskosten haben bei der Pharmaindustrie dazu geführt, dass die Wirkstoffforschung seit langem stagniert. Dabei sind neue Wirkstoffe heute nötiger denn je zuvor, denn chronische und komplexe Erkrankungen sowie kaum behandelbare Infektionskrankheiten treten immer häufiger auf. Zusammen mit externen Partnern wollen die Helmholtz-Gesundheitszentren ihre breit aufgestellte interdisziplinäre Grundlagenforschung und vorhandene Kompetenzen auf dem Gebiet der Wirkstoffforschung vernetzen und gemeinsam eine hochmoderne chemisch-biologische Plattform aufbauen. Mit jährlich bis zu 3,5 Millionen Euro Förderung aus dem Pakt für Forschung und Innovation wird so eine einzigartige langfristige Struktur in der Wirkstoffforschung für die Entwicklung neuer Therapien sowohl der wichtigsten Volkskrankheiten als auch von seltenen Erkrankungen aufgebaut.
„Um Therapien möglichst effizient weiterentwickeln zu können, müssen chemische und klinische Fragestellungen schon sehr früh in die biologische Grundlagenforschung einbezogen werden“, sagt Dr. Ronald Frank, koordinierender Sprecher der Helmholtz-Wirkstoffforschung. „Die zukünftige enge Zusammenarbeit aller Partner und die Vernetzung der Kompetenzen soll zu einer qualitativen und quantitativen Optimierung der Wirkstoffforschung führen. Dadurch kann eine größere Zahl an hochwertigen Wirkstoffkandidaten für die klinische Anwendung mit hohem medizinischen Bedarf bereitgestellt und in die weitere pharmazeutische Entwicklung überführt werden.“
Die Partner der Helmholtz-Wirkstoffforschung
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) mit dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
Forschungszentrum Jülich mit den externen Partnern European Molecular Biology Laboratory (EMBL), Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und Technische Universität München (TUM).


