Hermann

Aus der Forschung

Gruppenbild unter Tage mit dem symbolisch übergebenen Schlüssel und Schild für das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. Foto: TU Bergakademie Freiberg/Lutz Weidler

Gruppenbild unter Tage bei der Gründungsveranstaltung. V. l. n. r.: Sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer, Rektor der TU Bergakademie Freiberg Bernd Meyer, Bundesforschungsministerin Annette Schavan, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Jürgen Mlynek, Direktor des Helmholtz-Instituts Jens Gutzmer, Wissenschaftlicher Direktor des HZDR Roland Sauerbrey, Sächsischer Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Foto: TU Bergakademie Freiberg/Lutz Weidler

 
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Neu gegründet: Helmholtz-Institut Freiberg

Am 29. August 2011 konnte Gründungsdirektor Prof. Dr. Jens Gutzmer einen symbolischen silbernen Schlüssel aus den Händen von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und Ministerpräsidenten von Sachsen, Stanislaw Tillich, entgegennehmen. Damit ist das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie offiziell gegründet. Als Außenstelle des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf wird es auf dem Campus der TU Bergakademie Freiberg angesiedelt.

Im Mittelpunkt des neuen Helmholtz-Instituts stehen Hochtechnologiemetalle wie Gallium, Indium, Germanium und Lithium oder die zur Gruppe der Seltenen Erden gehörenden Elemente. Sie sind wichtige Rohstoffe für die Elektronikbranche, insbesondere auch für innovative Energietechnologien. „In Anbetracht der Begrenztheit der Ressourcen bei gleichzeitig steigendem Bedarf wird es immer mehr darauf ankommen, Rohstoffe materialeffizient zu nutzen. Das Helmholtz-Institut hat das Ziel, entsprechende Technologien unter den Kriterien der Wirtschaftlichkeit und Ökologie für die Wirtschaft bereitzustellen. Sie sollen die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen ermöglichen, aber auch dazu dienen, komplex aufgebaute Lagerstätten sowie bisher ungenutzte Ressourcen auszuschöpfen. Beispielsweise wollen wir uns mit dem Recycling elektronischer Produkte oder der Aufbereitung wertvoller metallhaltiger Abfallprodukte als Folge von Bergbautätigkeit befassen“, sagt der Direktor des Helmholtz-Instituts Freiberg, Prof. Dr. Jens Gutzmer. Die Ausbildung von Fachkräften sowie die Förderung der Aus- und Weiterbildung ausländischer Fach- und Führungskräfte im Ressourcensektor werden ein dritter wichtiger Schwerpunkt sein.

Leitende Positionen am neuen Helmholtz-Institut in Freiberg sollen durch die TU Bergakademie und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gemeinsam besetzt werden. Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie hat gegenwärtig seinen Sitz auf dem Saxonia-Gelände in Freiberg, dem ehemaligen Deutschen Brennstoffinstitut. Bis Ende 2011 soll das Institut 20 Mitarbeiter haben. Die ersten Wissenschaftler haben ihre Arbeit bereits aufgenommen und beschäftigen sich mit der Analytik von mineralischen und metallhaltigen Stoffen sowie der Gewinnung und dem Recycling seltener Erdelemente und anderer Wertstoffe mit Hilfe von biotechnologischen Verfahren. In den nächsten vier Jahren soll das Personal auf rund 100 Mitarbeiter ansteigen.

Das wissenschaftliche Konzept des Ressourceninstituts wurde im vergangenen Jahr von einer vom BMBF eingesetzten Gutachterkommission evaluiert und sehr positiv bewertet. Weitere Voraussetzung für die Überführung in ein Helmholtz-Institut ist eine gute „Helmholtz-Passfähigkeit“. „Das Themenspektrum des Helmholtz-Instituts Freiberg passt hervorragend zum Auftrag der Helmholtz-Gemeinschaft, durch Forschung die Zukunft zu sichern“, so Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

arö/HZDR

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11.01.2013
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