Preise
Lautenschläger-Forschungspreis für Jochen Wittbrodt
Prof. Dr. Jochen Wittbrodt erhält für seine Arbeit zur Entwicklung der Netzhaut von Wirbeltieren den mit rund 250.000 Euro dotierten Lautenschläger-Forschungspreis.
Wittbrodt ist Direktor des Instituts für Toxikologie und Genetik am Karlsruher Institut für Technologie und Gründungsdirektor des Centre for Organismal Studies an der Universität Heidelberg. In seinen Forschungsarbeiten untersucht der Biologe unter anderem Fragen, die von der frühen Embryonalentwicklung bis zur Regeneration von Augenstrukturen reichen.
Ein Schwerpunkt ist dabei die Augenentstehung von Knochenfischen, also die genetischen Mechanismen der Entwicklung, das lebenslange Wachstum sowie die regenerativen Eigenschaften. An dem Modell-Organismus des Medaka-Fisches, einem japanischen Süßwasserfisch, hat Wittbrodt bereits für den Prozess der Augenentstehung bedeutende Gene identifiziert. Dabei entdeckte der Wissenschaftler, dass Zellen im Fisch-Embryo früh zur Augenbildung programmiert werden und dann an den Ort wandern, an dem sie sich zu Organen ausbilden. Das Ergebnis belegt die Bedeutung wandernder Stammzellen für die Entstehung von Organen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre an Spitzenforscher der Universität Heidelberg sowie ihrer wissenschaftlichen Kooperationspartner vergeben.


