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HZG verleiht Magnesium Award
Für seine innovative Magnesium-Forschung ist der chinesische Wissenschaftler Prof. Dr. Xiaoqin Zeng von der Jiao Tong Universität in Shanghai mit dem Magnesium Research Award 2011 des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) ausgezeichnet worden.
Leichtbau in der Automobil- und Flugzeugindustrie führt zur Senkung des Treibstoffverbrauchs und der Kohlendioxid-Emissionen. Magnesium ist bis zu viermal leichter als Stahl und eineinhalb Mal leichter als Aluminium. Ein wichtiges Leichtbaumaterial könnten künftig Magnesiumlegierungen sein, denn sie zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht, ihre hohe Festigkeit und ihre Korrosionsbeständigkeit aus. Das künftige Gesamtpotenzial für Magnesium wird pro Fahrzeug auf mehr als 50 Kilogramm geschätzt.
Die von Xiaoqin Zeng entwickelte Legierung enthält als besondere Zutat Metalle der Seltenen Erden. Zu den Elementen der Seltenen Erden zählen zum Beispiel Gadolinium, Dysprosium, Neodym oder Cer. Magnesiumlegierungen mit Bestandteilen von Seltenen Erden haben besondere Eigenschaften: Sie sind insbesondere für gegossene Bauteile geeignet, bei denen gute mechanische Eigenschaften bei Raumtemperatur oder gar bei hohen Temperaturen erforderlich sind. Schon sehr geringe Beimischungen von unter einem Prozent können Materialeigenschaften wie Zähigkeit, Hochtemperatur- und Kriechbeständigkeit entscheidend verbessern.
Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht verleiht seit 2007 den mit 5.000 Euro dotierten „Magnesium Research Award“ an Nachwuchswissenschaftler.


