Preise
Forschung zu Hirntumoren ausgezeichnet
Jährlich erkranken hunderte Kinder an Hirntumoren. Für die jungen Patienten, die häufig ihr Leben lang mit den Folgen des Tumors und den Langzeitwirkungen aggressiver Therapien kämpfen müssen, ist eine maßgeschneiderte Behandlung besonders wichtig. Die Leistungen in der Molekulargenetik kindlicher Hirntumoren am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) wurden nun gleich doppelt prämiert.
Die TRANSAID-Stiftung für krebskranke Kinder hat 2011 Dr. Stefan Pfister und Dr. Andrey Korshunov mit dem Fritz-Lampert-Preis ausgezeichnet. Die beiden Wissenschaftler entdeckten in Ependymomen, den zweithäufigsten Gehirntumoren im Kindesalter, charakteristische Veränderungen an den Chromosomen. Diese individuellen Unterschiede lassen sehr genaue Rückschlüsse auf den Krankheitsverlauf zu. Möglicherweise können die Ergebnisse helfen, den jungen Patienten einige belastende Therapien zu ersparen.
Dr. Hendrik Witt wurde dieses Jahr von der American Association for Cancer Research (AACR) ausgezeichnet. Er erhielt den mit 2.000 Dollar dotierten AACR-GlaxoSmithKline Clinical Cancer Research Scholar Award. Die AACR ehrt damit jährlich junge Wissenschaftler für klinische Forschungsarbeiten. Witt hat spezielle epigenetische Veränderungen, so genannte Methylierungsmuster, in der DNA von pilozytischen Astrozytomen, dem häufigsten Hirntumor bei Kindern, identifiziert. Die Art der Methylierung erlaubt Prognosen, wie sich der Krebs entwickeln wird.


