Preise
Auszeichnung für jungen Hepatitis-Forscher
Erster Träger des neu geschaffenen Jürgen-Wehland-Preises ist Dr. Eike Steinmann. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Twincore-Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung in Hannover untersucht mit Hilfe eines neu entwickelten Zellkultursystems die Stabilität und Inaktivierung von Hepatitis C-Viren. Im Mittelpunkt von Eike Steinmanns Forschung steht unter anderem das Übertragungsrisiko von Hepatitis C durch Objekte wie etwa medizinische Geräte. Darüber hinaus untersuchte er die Wirksamkeit verschiedener Methoden, das Hepatitis C-Virus (HCV) durch Desinfektionsmittel unschädlich zu machen. „Eike Steinmanns Forschungsarbeiten haben eine hohe klinische Relevanz und geben wertvolle Hinweise für die praktische Seuchenbekämpfung“, sagt Dr. Siegfried Weiß, Mitglied der Preis-Jury. In Deutschland sind nach Schätzungen zwischen 400.000 bis 500.000 Menschen mit HCV infiziert. Bei vielen von ihnen wird die Infektion chronisch. Sie entwickeln ein erhöhtes Risiko für Leberschäden und Leberkrebs.
Der mit 5.000 Euro dotierte Forschungs-Preis des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) wurde beim Jürgen-Wehland-Symposium/“North Regio Day on Infection“ vergeben. Künftig wird er jedes Jahr an herausragende Nachwuchswissenschaftler verliehen. Er ist nach Professor Jürgen Wehland benannt, der am 16. August 2010 überraschend verstarb. Wehlandt leitete das HZI von Herbst 2009 bis Sommer 2010 als Wissenschaftlicher Geschäftsführer.


