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Viren in Dinosauriern entdeckt

An einem 150 Millionen Jahre alten Wirbel des Dysalotosaurus lettowvorbecki konnten Berliner Forscher den bisher ältesten Nachweis von Viren erbringen. Der Pflanzen fressende Dinosaurier aus Tendaguru, Tansania, hatte zu Lebzeiten eine Knochenkrankheit, die durch masernähnliche Viren ausgelöst wird und bislang nur von Menschen und Primaten bekannt ist. Die Entdeckung gelang einem Team von Paläontologen vom Museum für Naturkunde Berlin in Kooperation mit Wissenschaftlern der Charité und des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie (HZB).

Für die dreidimensionalen Untersuchungen am Wirbel setzten Dr. Ingo Manke und sein Team am Institut für Angewandte Materialforschung des HZB unter anderem die Synchrotron-Holotomografie ein, die sie am Elektronenspeicherring BESSY II des HZB aufgebaut haben. In der tomografischen Aufnahme offenbart der fossile Wirbel das charakteristische radiologische Erscheinungsbild der Paget-Krankheit: Knochenabbau im inneren Bereich des Wirbels und Knochenanbau im äußeren Bereich, der zu einer Verdickung der Außenschicht führt.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/hzb-dinosaurier-viren

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12.01.2013
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