In Kürze
Kontrolle der Angst entschlüsselt
Viele Patienten mit Angststörungen oder einer Depression weisen erhöhte Mengen eines bestimmten Stress-Hormons im Gehirn auf. Dieses Stress-Hormon kann Angst jedoch nicht nur verstärken, sondern auch verringern – das ist das überraschende Ergebnis der Klinischen Kooperationsgruppe Molekulare Neurogenetik des Helmholtz Zentrum München und des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie. Je nachdem in welchem Bereich des Gehirns das Hormon CRH ausgeschüttet wird, wird einer dieser zwei gegenläufigen neuronalen Regelkreise aktiviert. Diese Erkenntnisse könnten Therapien von Angststörungen und Depressionen verbessern.
Original-Publikation:
Refojo, D. et al. (2011). Glutamatergic and Dopaminergic Neurons Mediate Anxiogenic and Anxiolytic Effects of CRHR1R, Science Express


