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Erschöpfte Immunabwehr

Staphylokokken können sich nach einer Infektion in unserem Körper einnisten und zu schwerwiegenden chronischen Erkrankungen führen. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung um Prof. Dr. Eva Medina haben jetzt herausgefunden, warum das Immunsystem es manchmal nicht schafft, die Bakterien vollständig zu beseitigen. Bei Mäusen konnten die Forscher zeigen, dass am Anfang einer Infektion die Immunantwort normal anläuft: Die Abwehrzellen, sogenannte T-Zellen erkennen und bekämpfen die Bakterien. Nach zwei bis drei Wochen verlieren die T-Zellen die Fähigkeit, die Bakterien zu bekämpfen und die Infektion kann chronisch werden.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass diese „Erschöpfung“ der Abwehr eine molekulare Ursache hat: Signale von Rezeptoren auf der Oberfläche der T-Zelle werden nicht mehr in die Zelle weitergeleitet. "Wir müssen nun verstehen, wie wir das Ausschalten der T-Zellen verhindern können, sodass sie bei der Staphylokokken-Infektion voll einsatzfähig sind", sagt Medina.

Originalartikel:
Ziegler C, Goldmann O, Hobeika E, Geffers R, Peters G, Medina E. The dynamics of T cells during persistent Staphylococcus aureus infection: from antigen-reactivity to in vivo anergy. EMBO Mol Med. 2011 Sep 2. doi: 10.1002/emmm.201100173.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/hzi-immunabwehr

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12.01.2013
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