In Kürze
Spätfolgen von Strahlentherapien
Strahlentherapien haben unbestritten eine hohe Wirksamkeit bei Tumorerkrankungen. Dennoch kommt es bei einigen Patienten, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zu Spätfolgen wie neuen Tumoren oder Fruchtbarkeitsstörungen. Durch den Einsatz der Tumortherapie mit schweren Ionen könnten solche Spätfolgen reduziert werden können, berichten Marco Durante, Leiter der Biophysik des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung und Dr. Wayne D. Newhauser vom MD Anderson Cancer Center, USA, in einem Übersichtsartikel der Fachzeitschrift "Nature Reviews Cancer".
"Die bisher gewonnenen Daten legen nahe, dass eine Behandlung mit Partikeltherapien – also Protonen oder schweren Ionen – ein geringeres Risiko für eine spätere Krebs-Folgeerkrankung aufweist als herkömmliche Therapien mit Gammastrahlen", so Durante. "Dies gilt insbesondere auch für die Tumortherapie mit schweren Ionen, so wie sie am GSI Helmholtzzentrum entwickelt wurde." Rund 40% der Kinder und Jugendlichen, die eine Krebserkrankung dank einer Strahlentherapie überleben, leiden in einem Zeitrahmen von 30 Jahren nach der Diagnose unter lebensbedrohlichen Folgeproblemen wie beispielsweise sekundären Krebserkrankungen.


