Aus der Forschung
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Grüner Tee als preiswerte Vorbeugung
Weltweit gibt es bereits über 100 klinische Studien, die die Wirkung von grünem Tee auf Alzheimer und Parkinson, Chorea Huntington, Multiple Sklerose, Duchenne Muskeldystrophie, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Übergewicht, Arterienverkalkung sowie Krebs untersucht haben. Allerdings sind diese Studien schwer miteinander zu vergleichen, sagten Wissenschaftler und Ärzte auf einer internationalen Tagung zu „Tee und Gesundheit“ am MDC.
Bei den klinischen Studien mit grünem Tee geht es um die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate). Eine Vielzahl von Studien belegt inzwischen, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee oder Grüntee-Extrakten viele gesundheitsfördernde und präventive Wirkungen hat, insbesondere bei Adipositas, Diabetes, Entzündungen sowie Herzerkrankungen. Den Ball der Forschungen mit EGCG ins Rollen gebracht hatte der Neurowissenschaftler Prof. Erich Wanker vom MDC. Seine Mitarbeiter und er hatten bereits 2006 in Laborversuchen die positive Wirkung der Grüntee-Substanz EGCG bei Chorea Huntington entdeckt. 2008 konnten sie außerdem zeigen, dass durch die Substanz die Protein-Fehlfaltungsprozesse bei Parkinson und Alzheimer dramatisch beeinflusst werden. „Wir versuchen jetzt mit Strukturbiologen den Wirkmechanismus von EGCG im Detail bei verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen aufzuklären“, sagte Prof. Wanker, der die Tagung mitorganisierte.


