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Strahlenmarker am menschlichen Genom entdeckt

Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München haben entdeckt, dass durch radioaktiven Niederschlag ausgelöster Schilddrüsenkrebs eine spezifische Veränderung des Erbguts aufweist.

Das Wissenschaftler-Team um Prof. Dr. Horst Zitzelsberger untersuchte das Erbgut der Tumoren einer Gruppe von Schilddrüsenkrebspatienten, die im Jahr 1986 als Kinder dem radioaktiven Niederschlag von Tschernobyl ausgesetzt waren. Sie entdeckten einen genomischen Zugewinn der DNA am langen Arm von Chromosom 7. Dieser Befund wurde bei keinem der Patienten der Vergleichsgruppe gefunden, die zwar aus derselben Region stammen, aber mindestens ein Jahr nach dem Reaktorunfall geboren wurden. Zitzelsberger und sein Team wollen ihre Ergebnisse nun im Rahmen eines neuen EU-Projekts absichern und die betroffenen Gene in Verbindung mit unterschiedlichen Strahlendosen genauer untersuchen.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/hmgu-strahlenmarker

www.chernobyltissuebank.com

HMGU/Susanne Stöckemann

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