Hermann

Aus der Forschung

Auftaktveranstaltung zum Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahr in Moskau (v.l.n.r.): Dr. Andrei Fursenko, Minister für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation, Prof. Dr. Helmut Dosch, DESY,...

Auftaktveranstaltung zum Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahr in Moskau (v.l.n.r.): Dr. Andrei Fursenko, Minister für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation, Prof. Dr. Helmut Dosch, DESY, mit Prof. Dr. Mikhail Kovalchuk, Kurchatov Institute Moskau, Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

 
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Nachrichten aus den Helmholtz-Büros in Moskau, Brüssel und Peking

Auf dieser Sonderseite berichten wir mehrfach pro Jahr über Neuigkeiten aus den Helmholtz-Büros in Brüssel, Moskau und Peking. Besonderer Fokus liegt hierbei auf Kooperationen und Partnerschaften der Helmholtz-Gemeinschaften in Russland, China und der EU sowie ausgewählten internationalen forschungspolitischen Nachrichten.

Nachrichten aus dem Büro Moskau

Auftaktveranstaltung zum Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahr in Moskau

Zum Auftakt des Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahres 2011/12 hat die Helmholtz-Gemeinschaft auf einer Abendveranstaltung am 23. Mai in Moskau im Beisein der deutschen Forschungsministerin Annette Schavan und des russischen Forschungsministers Andrei Fursenko Forschungsthemen präsentiert, die in Zusammenarbeit mit russischen Forschungseinrichtungen voran getrieben werden sollen. Außerdem fand ein hochkarätig besetzter Workshop statt, an dem Spitzenforscherinnen und -forscher aus acht Helmholtz-Zentren und dem Kurchatov-Institut teilnahmen.

Die Helmholtz-Gemeinschaft unterhält zahlreiche deutsch-russische Kooperationen. Zusammen mit dem Russischen Fonds für Grundlagenforschung fördert sie Helmholtz-Russia Joint Research Groups mit jährlich 130.000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren. Ein transnationales Forschungsprojekt ist FAIR, bei dem Russland und Deutschland führend beteiligt sind. Auch am Aufbau des European XFEL am Helmholtz-Zentrum DESY sind russische Partner beteiligt. Ein anderer Forschungsschwerpunkt sind Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, die sich weltweit rasch ausbreiten können. Insgesamt sind deutsch-russische Kooperationen in allen sechs Forschungsbereichen der Helmholtz-Gemeinschaft zu finden.

Auf dem deutsch-russischen Workshop haben Vertreter des Helmholtz-Zentrums DESY und des Kurchatov-Instituts eine Absichtserklärung zur Gründung eines gemeinsamen Instituts unterzeichnet: Das Ioffe-Röntgen-Institut soll zu einer weltweit führenden Einrichtung in der Entwicklung und Nutzung großer Forschungsinfrastrukturen für die Materialforschung aufgebaut werden.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/wjrus11

Kommentar von Dr. Martin Sandhop, Leiter des Helmholtz-Büros in Moskau

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat Flagge gezeigt zum Beginn des Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovation 2011/2012. Der feierliche Abendempfang des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft am 23. Mai 2011 und der gemeinsame Workshop der Gemeinschaft mit dem Nationalen Forschungszentrum „Kurchatov Institut“ sind starke und für die deutsche wie für die russische Seite klar sichtbare Beiträge zum Wissenschaftsjahr.
Im Rahmen des Empfangs begrüßte Jürgen Mlynek rund 300 deutsche, russische und internationale hochrangige Gäste aus Forschung, Politik und Handel. Dabei hob er die Bedeutung Russlands und russischer Forschungseinrichtungen für die Helmholtz-Gemeinschaft hervor. Helmholtz-Zentren kooperieren seit Jahrzehnten mit russischen Partnern. Als Beispiele für Schwerpunkte in der zukünftigen Kooperation nannte Jürgen Mlynek Klimaforschung, Nanotechnologien und die Entwicklung neuer Materialien, nukleare Sicherheitsforschung sowie die Gesundheitsforschung.
Viele dieser Themen wurden im Verlauf des Workshops mit dem Kurchatov-Institut aufgenommen, Kooperationsvorschläge wurden ausgetauscht. Das bilaterale Wissenschaftsjahr ist für die Helmholtz-Gemeinschaft ein Anlass, nach vorn zu schauen und die Zusammenarbeit mit Russland zu intensivieren.

Nachrichten aus dem Helmholtz-Büro Brüssel

OpenAIRE: Offener Zugang zu Publikationen aus EU-Projekten

Ende 2010 ist im Auftrag der EU-Kommission das Projekt OpenAIRE offiziell gestartet. Hauptaufgaben von OpenAIRE sind die Beratung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und das Monitoring bei der Umsetzung der Open-Access-Bedingung für EU-geförderte Forschungsprojekte im Rahmen des „EU Open Access Pilot“ und der Open-Access-Richtlinien des European Research Council (ERC).

Autorinnen und Autoren aus EU-Projekten in einigen Bereichen des 7. Rahmenprogramms (Gesundheit, Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologien, Forschungsinfrastrukturen, Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften und Wissenschaft in der Gesellschaft) sowie aus Projekten mit ERC-Förderung sind gehalten, eine digitale Kopie (Endfassung des Manuskripts oder veröffentlichte Version) ihrer Publikation in ein Online-Repositorium abzulegen und für eine Open-Access-Veröffentlichung zu sorgen. Über das Webportal von OpenAIRE sollen auf diese Weise Veröffentlichungen aus EU-geförderten Projekten gesammelt und frei über das Internet zugänglich gemacht werden. Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt werden von der EU-Kommission ausgewertet und werden Grundlage der künftigen europäischen Open-Access-Aktivitäten sein.

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert Open Access, den freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Internet, der die rasche Diskussion aktueller Ergebnisse in Fachkreisen erleichtert und die Sichtbarkeit der Forschung in der Öffentlichkeit steigert. Gemeinsam mit anderen wissenschaftlichen Institutionen und Förderorganisationen, die einen möglichst effektiven Einsatz ihrer Fördermittel anstreben, wird an Umsetzungsstrategien gearbeitet. In der Helmholtz-Gemeinschaft existieren bei der Mehrzahl der 17 Helmholtz-Zentren bereits institutionelle Repositorien zur Zweitveröffentlichung von Publikationen. Die Bibliotheken werden beim Aufbau dieser Publikationsdatenbanken vom Helmholtz Open Access Projekt  durch Information und Beratung unterstützt. Zurzeit wird daran gearbeitet, die Datenbanken „OpenAIRE-kompatibel“ zu machen, d. h. eine eindeutige Zuordnung von Publikationen zu dem geförderten Projekt zu ermöglichen, aus dem sie entstanden sind.

In den Zentren beantworten Open-Access-Ansprechpartner  Fragen zu OpenAIRE. Das Büro Brüssel  der Helmholtz-Gemeinschaft  sieht darüber hinaus den Bedarf einer differenzierten Diskussion des Themas u.a. mit EU-Referenten, Bibliothekaren und Wissenschaftlern.

Dr. Paul Schultze-Motel, Open-Access-Projekt der Helmholtz-Gemeinschaft

Mehr Informationen:

www.openaire.eu

Fragen zum „EU Open Access Pilot“:www.helmholtz.de/eu-oa-pilot

Open-Access-Richtlinien des ERC:www.helmholtz.de/oa-richtlinien-erc

Helmholtz Open Access Projekt: oa.helmholtz.de

Büro Brüssel:www.helmholtz.de/bruessel

Nachrichten aus dem Helmholtz-Büro Peking

SIMBOX: Deutsch-Chinesisches Raumfahrtexperiment kann im Oktober starten

Das deutsch-chinesische Raumfahrt-Projekt „SIMBOX“ kann am 30. Oktober starten, die Generalprobe verlief erfolgreich. Dabei hatten das DLR und die chinesische Organisation für bemannte Raumfahrt (CMSEO) den Ablauf der Wissenschaftsmission simuliert, von der Vorbereitung der biologischen Proben über die Experimente im SIMBOX-Inkubator an Bord des chinesischen Raumschiffes Shenzhou („Götterschiff“) bis zu Vergleichsexperimenten am Boden.

Das DLR-Raumfahrtmanagement leitet das Projekt und finanziert im Rahmen des Nationalen Weltraumprogramms die SIMBOX-Anlage (Wärmeschrank und Zentrifuge) einschließlich der über 100 Experimentkammern sowie die sechs Experimente deutscher Forschungseinrichtungen. Die Gesamtverantwortung für die Mission liegt auf chinesischer Seite bei CMSEO.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/dlr-simbox

arö

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