Hermann

Aus der Forschung

Beginn der Eruption des Vulkans Grimsvötn am 21. Mai 2011. Foto: Ólafur Sigurjónsson/en.vedur.is

Beginn der Eruption des Vulkans Grimsvötn am 21. Mai 2011. Foto: Ólafur Sigurjónsson/en.vedur.is

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Helmholtz-Experten zur Aschewolke nach dem Ausbruch des Grimsvötn

Am 21. Mai ist der Vulkan Grimsvötn in Island ausgebrochen, drei Tage später war sie in Norddeutschland: Die Aschewolke. Und vorsichtshalber wurden im Norden Deutschlands mehrere Flughäfen für kurze Zeit geschlossen. Denn Aschepartikel können die Triebwerke in Flugzeugen beschädigen und dadurch die Sicherheit beeinträchtigen. Mehrere Helmholtz-Zentren haben auch diesmal daran mitgewirkt, die Ausbreitung der Aschewolke zu modellieren und die Konzentrationen der Asche in der Luft zu messen.

Nach dem Ausbruch des Eyafjallajökull 2010: Grenzwerte und bessere Modellierungen

Erst nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull im April 2010 wurde dafür ein Grenzwert von zwei Milligramm Asche pro Kubikmeter definiert, unterhalb dessen Flüge zugelassen werden können. Die Messflüge der Falcon 20E des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt haben zu dieser Bestimmung erheblich beigetragen. Außerdem haben Wissenschaftler die Verfahren zur Vorhersage der Ausbreitung von Aschewolken seitdem deutlich verbessert: So kommt das Simulationsmodell COSMO-ART*, das Forscherinnen und Forscher des KIT-Instituts für Meteorologie und Klimaforschung – Bereich Troposphäre in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) entwickelt haben, inzwischen standardmäßig zum Einsatz. Der DWD berechnet mit diesem Modell die Ausbreitung der Aschewolken – und damit ihre Auswirkungen auf den Luftverkehr – über einen Zeitraum von 72 Stunden.

Erste Messungen

Dennoch mussten auch diesmal die Aschekonzentrationen in der Luft erst ermittelt werden: Wissenschaftler aus dem Forschungszentrum Jülich haben bei einem Messflug am Mittwoch, 25. Mai 2011, Daten und Proben direkt aus der Aschewolke genommen. Die LIDAR-Messungen der Jülicher Forscher zeigten, dass die Aschekonzentrationen ungefähr um eine Größenordnung unter dem Grenzwert von 2 Milligramm Vulkanasche pro Kubikmeter Luft gelegen hatten.

Thomas Walter, Vulkanexperte des GFZ, schreibt dazu: In den vergangenen 200 Jahren sind in Europa alle vier Jahre Vulkanausbrüche aufgetreten, deren Eruptionen mehr als 5 km hoch reichen und die daher potenziell auch Auswirkungen auf den Luftverkehr haben. Dabei habe nicht die Vulkanaktivität zugenommen, sondern der Flugverkehr, so dass wir nun die Auswirkungen deutlicher spüren würden.

arö

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