Aus der Forschung

Nina Löchte, Referentin für Nachwuchsförderung und Internationale Vernetzung in der Berliner Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft.
Drei Fragen an: Nina Löchte, Nachwuchsförderung und internationale Vernetzung
Nina Löchte arbeitet in der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft als Referentin für Nachwuchsförderung und Internationale Vernetzung. Susanne Stöckemann aus dem Kommunikations-Team hat mit ihr über ihre Aufgaben gesprochen:
1. Wie sehen Ihre Aufgaben konkret aus?
Nina Löchte: Ich bin zuständig für die auf Gemeinschaftsebene angebotenen Nachwuchsförderprogramme. Dies sind für Doktoranden die Helmholtz-Kollegs und Graduiertenschulen und für Postdocs die Helmholtz-Nachwuchsgruppen. Zusätzlich bin ich Ansprechpartnerin für unsere internationalen Nachwuchsprogramme wie das Helmholtz Russia Joint Research Groups Programme (HRJRG) oder die Kooperation mit dem China Scholarship Council (CSC).
Einen großen Teil meiner Arbeit macht die Organisation der jährlichen Auswahlverfahren für die einzelnen Instrumente aus. Hinzu kommt die Beratung der Antragsteller. Auch die Qualitätskontrolle der Instrumente spielt eine wichtige Rolle. So werden die Kollegs und Graduiertenschulen nach 3-4 Jahren zwischenevaluiert. Dies bedeutet, dass externe Gutachter an die Zentren fahren und sich einen Eindruck von der bisherigen Umsetzung der Projekte machen. Hier ist es meine Aufgabe, Gutachter für diese Aufgabe zu gewinnen und die Evaluation in Abstimmung mit den Zentrenvertretern vorzubereiten.
Der Austausch mit den Koordinatoren der Kollegs und Graduiertenschulen erfolgt bei Koordinatorentreffen. Für die Nachwuchsgruppenleiter findet alle zwei Jahre ein großes Netzwerktreffen statt. Zudem wird jährlich eine Begrüßungsveranstaltung für die neuen Nachwuchsgruppenleiter organisiert. Diese Termine gilt es zu koordinieren und vorzubereiten. Zudem bin ich die Ansprechpartnerin für die Helmholtz-Juniors, unsere Doktorandenvertreter, an deren jährlichen Treffen ich ebenfalls teilnehme.
Außerdem stelle ich diese Nachwuchsprogramme auf nationalen und internationalen Messen vor: z.B. auf den Informationsveranstaltungen der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen, auf Karriere- und Hochschulmessen, auf der European Career Fair in Boston sowie der GAIN-Jahrestagung in Boston oder San Francisco.
2. Wie werden die Angebote von Helmholtz zur Nachwuchsförderung angenommen?
Nina Löchte: Sehr gut. Für das Nachwuchsgruppenprogramm gehen jährlich rund 200 Bewerbungen auf 20 Plätze bei den Zentren ein. Die vielen Bewerbungen von Wissenschaftlern aus dem Ausland zeigen, dass das Programm auch international attraktiv ist.
Bei der strukturierten Doktorandenausbildung an Helmholtz-Kollegs und/oder Graduiertenschulen schätzen viele Doktoranden neben dem exzellenten Forschungsumfeld vor allem auch die Seminarangebote und den engen Austausch mit anderen Doktoranden.
Allerdings gilt es, bei einigen Zentren noch Überzeugungsarbeit zu leisten. So kommt es vor, dass die Seminare zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen von den Betreuern als unwichtig abgetan werden. Das sehen wir nicht so gerne. Selbstverständlich soll die wissenschaftliche Arbeit weiterhin im Mittelpunkt stehen –aber wir wissen auch, dass Nachwuchswissenschaftler heutzutage allein mit wissenschaftlicher Exzellenz nicht weiter kommen. Projekt- und Zeitmanagement, Teamarbeit, Führungsqualitäten, Kommunikationsfähigkeit etc. sind wichtig. Zudem denken wir auch an die Doktoranden, die nach der Promotion nicht in der Wissenschaft bleiben, sondern z.B. eine Karriere in der Wirtschaft anstreben.
3. Was haben Sie gemacht, bevor Sie zu Helmholtz gekommen sind und was ist Ihr akademischer Hintergrund?
Nina Löchte: Bevor ich zu Helmholtz gekommen bin, habe ich zwei Jahre im Wissenschaftsministerium Brandenburg gearbeitet. Dort lag der Schwerpunkt meiner Arbeit ebenfalls auf der Nachwuchsförderung. Studiert habe ich Sozialwissenschaften: Zunächst Soziologie in Berlin und Paris (Diplom) und dann Europäische Politik- und Verwaltungswissenschaften in Brügge (Master).


