Aus der Forschung

Das neue Nanomaterial wechselt durch den Impuls elektrischer Signale seine Eigenschaft. Bild: HZG
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Weich oder starr auf Knopfdruck
Materialien mit Gedächtnis, die sich ihre ursprüngliche Form „merken“ können, sind schon in der Praxis angekommen, aber Werkstoffe, die zwischen einem weichen und einem festen Zustand auf Knopfdruck wechseln, gibt es bisher noch nicht. Jörg Weißmüller vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht hat ein solches Material gemeinsam mit Kollegen des Metallforschungsinstituts in Shenyang, China, entwickelt. Dafür haben die Werkstoffexperten in Metallen durch gezielte Korrosionsprozesse ein Netzwerk aus winzigen Kanälen und Poren erzeugt, das mit leitfähiger Flüssigkeit gefüllt wurde. Dadurch entsteht ein echtes Hybridmaterial aus Metall und Flüssigkeit. Und die in der Flüssigkeit gelösten Ionen, können die Grenzflächen des Metalls elektrisch aufladen. Eine elektrische Spannung im flüssigen Partner kann so die mechanischen Eigenschaften des metallischen Partners verändern. Die Erkenntnisse könnten intelligente Materialien ermöglichen, die zum Beispiel Risse im Blech selbstständig verschließen.


