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Visolas gewinnt CyberOne-Preis:

Eine unabhängige Fachjury hat die Ausgründung von Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) für die beste Forschungskommerzialisierung des Jahres 2011 ausgezeichnet. Der organische Laser „Visolas do“ erzeugt rauschfreies und spektral reines Licht. Damit verbessert der Laser unter anderem die Analyse von Proben in der Medizin.

KIT-Wissenschaftler entwickelten die neuartige Lasertechnologie, mit der sich das im Mai gegründete Spin-off VISOLAS GmbH an Hersteller im Bereich der Spektroskopie sowie Wissenschafts- und Industriezweige mit Mess- und Analyseaufgaben wendet. Für den innovativen Ansatz erhielt die Ausgründung nun den Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg beim Hightech Award CyberOne. In der Spektroskopie, also dem Messen mit Licht in unterschiedlichen Wellenlängen, wird farbiges Licht benötigt, beispielsweise für die Analyse von Proben in der Medizin, der Wissenschaft oder der industriellen Praxis. Mit Licht können Wissenschaftler sehr schnell messen und bereits kleinste Spuren von Substanzen entdecken.

Kostengünstig und gutes Design

Bisher wurde das für Analysen benötigte Licht aus einer weißen Lichtquelle herausgefiltert, dieses Licht stößt in Bezug auf die Qualität jedoch an seine Grenzen. Eine bedeutende Rolle spielen daher Laser – die bisherigen Varianten sind allerdings sehr groß, komplex und schwer zu bedienen und in der Breite nicht wirtschaftlich einsetzbar. VISOLAS verbindet die Flexibilität von Farbstofflasern mit einem kostengünstigen und kompakten Design: Die neuen organischen Festkörperlaser nutzen ein optisches Gitter als Resonator und sind mit wenigen Prozessschritten herstellbar. Damit kann ein rauschfreies und spektral reines Licht erzeugt werden, das die Qualität spektroskopischer Messungen deutlich verbessert.

Der Vorteil der Technologie ist zudem, dass mit einem leicht bedienbaren und kompakten Gerät beliebige Farben im sichtbaren Bereich erzeugt werden können. Außerdem liegen die Kosten dieser Laser weit unter jenen für Farbstofflasergeräte. Das Unternehmen greift dafür auf eine innovative Technologie auf Polymerbasis zurück – die entwickelte Laserchip-Plattform ist in der Lage, die für eine Analyse benötigten sichtbaren Wellenlängen mit wenig Aufwand schnell und stufenlos zu erzeugen.

Die VISOLAS GmbH ist als Ausgründung aus einer engen Zusammenarbeit des Lichttechnischen Instituts (LTI) mit dem Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) des KIT hervorgegangen. Das Team setzt sich aus den drei Gründern Peter Greiner, Thomas Woggon, Johannes Barth sowie Stefan Hengsbach zusammen und wird auf wissenschaftlicher Seite von den Mitgründern Professor Uli Lemmer, Leiter des LTI, und Dr. Timo Mappes vom IMT unterstützt. Das junge Unternehmen beabsichtigt, organische Festkörper-Laser erstmals in Form autonomer Geräte anzubieten, welche in der Frequenz (Farbe) frei einstellbares Laserlicht für die Analysetechnik (Spektroskopie) zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen:

Video: www.helmholtz.de/visolas-cyberone-preis

Website: www.visolas.de

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