Aus der Forschung

Die Neutronenanlage nELBE am HZDR. Bild: Jürgen Lösel
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Pressinfo Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf: 'Jagd nach schnellen Neutronen'
Schnelle Neutronen für die Transmutation
Wissenschaftler um Dr. Arnd Junghans erzeugen am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf schnelle Neutronen an der Neutronenquelle nELBE. Dafür schießen sie Elektronen aus dem Elektronenbeschleuniger ELBE auf flüssiges Blei. „Dabei werden 200.000 ultrakurze Neutronenpulse pro Sekunde abgegeben, eine weltweit einzigartige Leistung“, so Arnd Junghans. Bisher haben die Wissenschaftler vor allem die Reaktion der schnellen Neutronen mit Eisenatomen untersucht, weil Eisenlegierungen in zukünftigen Transmutationsanlagen als Baustoff eine Rolle spielen. Werden die Neutronen beispielsweise durch die Eisenkerne zu sehr abgebremst, fehlt ihnen die Energie für die eigentliche Aufgabe: die Umwandlung von radioaktiven Schwermetallen. Nun wollen sie die schnellen Neutronen auf Plutonium-Kerne lenken, um die genauen Umwandlungsraten zu bestimmen. Die Arbeit der HZDR-Wissenschaftler ist wichtig, um einen zukünftigen Transmutationsreaktor zu entwickeln. Die HZDR-Wissenschaftler koordinieren das von der EU mit rund einer Mio. Euro geförderte Forschungsprojekt ERINDA, das Anfang 2011 gestartet ist.


