Aus der Forschung

Reisterrassen in Banaue, Nord-Luzon, Philippinen. Bild: Josef Settele/UFZ
Reisterrassen im Visier
Die Bedeutung künstlich bewässerter Reisterrassen für den Erhalt der Artenvielfalt ist eines der Themen des Forschungsprojekts LEGATO. Ziel der Fördermaßnahme, die vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ koordiniert und über fünf Jahre mit insgesamt 7,5 Mio. Euro gefördert wird, sind Handlungsstrategien, Technologien und Systemlösungen für ein nachhaltiges Landmanagement. In dem Zusammenhang untersuchen die Wissenschaftler auch, wie sich die traditionelle Kulturlandschaft in Südostasien erhalten lässt und wie eine nachhaltige Landnutzung von den Erfahrungen der Reisbauern profitieren kann.
„Zur langfristigen Datengewinnung wird die breite Bevölkerung eingebunden. Libellen sind beispielsweise gute Indikatoren für den Zustand der Ökosysteme. Wir wollen eine Lösung anbieten, mit der die Bevölkerung die Arten einfach per Handy bestimmen kann und so die wissenschaftliche Arbeit unterstützt. Unser Ziel ist eine dauerhaft nachhaltige Landnutzung vor dem Hintergrund des Klima- und Landnutzungswandels“, erklärt der Koordinator Dr. Josef Settele vom UFZ.
Mit Hilfe der gewonnenen Daten wollen rund 80 Forscher auf den Philippinen, in Vietnam und Malaysia die Bewertung von Ökosystemdienstleistungen weiterentwickeln. Dazu gehören neben Nahrungsmittelproduktion, Bestäubung und biologischer Schädlingsbekämpfung auch Kultur und Ästhetik.


