Aus der Forschung

Schleiereule Happy im „Flugversuch“: DLR-Forscher lassen das Tier in einem Raum fliegen und fotografieren dabei dessen Flügel, um Informationen darüber zu bekommen, wie ein Vogel im Flug seine Flügel verformt. Bild: DLR
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Flugschau für die Wissenschaft
Die beiden Schleiereulen „Happy“ und „Tesla“ helfen Wissenschaftlern mit ihren Flügen, die Bewegungen beim Flügelschlag und die Strömung um den Flügel besser zu verstehen.
In einem Raum an der RWTH Aachen werden die Flügel von „Happy“ und „Tesla“ beim Flug fotografiert. Durch ein Muster, das auf Ober- und Unterflügel projiziert wird, kann die Position der Eule im Raum sowie deren Flügeloberfläche mit Videotechnik registriert werden. Später am Computer ordnen die Wissenschaftler verschiedene Bildpunkte zu und rechnen damit die Form der Flügeloberfläche aus. Hierdurch kommen die Forscher den Bewegungsabläufen auf die Spur.
Die Ergebnisse des Gemeinschaftprojekts des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR), der RWTH Aachen und der Universität der Bundeswehr sollen nicht nur helfen, die Umströmung des Flügels zu berechnen und so den Vogelflug besser zu verstehen, sondern auch in die moderne Luftfahrt einfließen. "Die Ergebnisse sind aber nicht auf einen A380 anzuwenden, der ist mit dem Flugverhalten einer Eule gar nicht zu vergleichen. Die Forschungsergebnisse sollen bei kleineren unbemannten Flugobjekten, den sogenannten UAVs, zum Einsatz kommen", erklärt Prof. Dr. Andreas Dillmann, Leiter des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik.


