Hermann

Aus der Forschung

Gewässerforscher des UFZ installieren eine Sonde in der Rappbodetalsperre. Sie suchen die Ursache für den seit Jahren steigenden Gehalt an gelöstem organischen Kohlenstoff im Wasser. Bild: André...

Gewässerforscher des UFZ installieren eine Sonde in der Rappbodetalsperre. Sie suchen die Ursache für den seit Jahren steigenden Gehalt an gelöstem organischen Kohlenstoff im Wasser. Bild: André Künzelmann /UFZ

Weitere Informationen:

Interviews mit Herrn Teutsch zur Water Science Alliance und Water Research Horizon Conference zum Hören und Nachlesen:

www.helmholtz.de/ufz-interview-teutsch

 
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Eine Allianz für die Wasserforschung

Hochwasser, Wasserverunreinigungen und Wasserknappheit sind globale Probleme, die sich durch Klimawandel, zunehmende Industrialisierung und eine wachsende Weltbevölkerung immer mehr verschärfen. Um die Verfügbarkeit der Ressource Wasser nachhaltig zu sichern, ist eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen der Wasserforschung erforderlich. Aus diesem Grund hat das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ die „Water Science Alliance“ ins Leben gerufen.

Die Wasserforschung in Deutschland ist prinzipiell sehr gut aufgestellt. Sie besitzt großes Know-how in Gewässeranalytik und Wasserwirtschaft und entwickelt anspruchsvolle Technologien sowie komplexe Umweltbeobachtungs- und Frühwarnsysteme. Bislang werden jährlich rund 150 Institutionen mit insgesamt 200 bis 230 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert. Was allerdings fehlt, sind langfristig angelegte Vernetzungsstrukturen, um das verteilt vorhandene Wissen optimal zu nutzen. „Um die disperse Forschungslandschaft im Bereich Wasser zu bündeln, hat das UFZ im Jahr 2009 das Mandat des Helmholtz-Senats bekommen, mit der „Water Science Alliance“ neue Konzepte zu entwickeln und eine gemeinsame Plattform aufzubauen“, sagt Georg Teutsch, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung - UFZ. In Zukunft sollen im Rahmen der „Water Science Alliance“ führende Forschergruppen und Institutionen gemeinsame Forschungsziele und Strategien für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Wasserforschung entwickeln. Dazu wurden in einem sogenannten „White Paper“, das in Zusammenarbeit mit Akteuren der Wasserforschung, der Wasserwirtschaft und den Forschungsförderern entstanden ist, bereits sechs Forschungsbereiche präsentiert, die national und international vorrangig bearbeitet werden sollen.

Für das zentrale Gerüst der Wasserforschungsallianz haben die Helmholtz-Gemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die ersten 5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit Universitäten und anderen nationalen und internationalen Partnern an die großen Themen heranzugehen und Themencluster zu bilden“, sagt Georg Teutsch.

Erich Wittenberg

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Sehr geehrter Herr Dr. Schleiff,

danke für Ihr Interesse an unserer Website.

Die Bewässerung von Kulturpflanzen mit Brackwasser ist bisher kein Forschungsschwerpunkt am UFZ. Jedoch geht das UFZ im Rahmen des SMART-Projektes gemeinsam mit Projektpartnern aus Jordanien, Palästina, Israel und Deutschland hydrogeologischen, technologischen und sozioökonomischen Fragestellungen der Brackwassernutzung nach. Das SMART-Projekt zielt auf die Weiterentwicklung, Demonstration und modellhafte Implementierung innovativer Technologien und IWRM Tools ab und soll zur Abfederung der lokalen Wassermangelsituation sowie deren Einbindung in ein umfassendes IWRM-Konzept für die drei Anrainerstaaten des unteren Jordans beitragen. Leitender Zielgedanke von SMART ist die Einbeziehung aller Wasservorkommen des Untersuchungsraumes als verwertbare Ressourcen, einschließlich der bisher von einer Nutzung weitgehend ausgeschlossenen Abwässer, Salz- und Brackwässer sowie der saisonalen Flutwässer. Neben der Auskartierung von Salzwasserkörpern in Grundwasserleitern, der Berechnung und Simulation von Szenarien zur kombinierten Süß- und Salzwasserförderung wird vom im Projekt die Nutzung von Brackwässern durch kostengünstige Kleinentsalzungsanlagen untersucht.

Für weitere Informationen zum SMART-Projekt, besuchen Sie doch unsere Webseite: http://www.iwrm-smart2.org/

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Projekt haben, können Sie gerne auch Herrn Dr. Manfred Van Afferden kontaktieren: manfred.afferden@ufz.de.

Wir danken noch mal für Ihr Interesse und verbleiben

mit freundlichem Gruß

Elisabeth Krüger
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hermann 07-08/2011 als PDF

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