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Supercomputer klärt Datenspeicherung auf

Wie die Datenspeicherung auf DVDs funktioniert, ist physikalisch noch immer nicht restlos aufgeklärt. Die informationstragende Schicht einer DVD besteht aus einer polykristallinen Legierung, die eine ungeordnete oder eine geordnete Struktur annehmen kann. Die digitale Information wird darin in Form von Bits gespeichert, die jedes kaum 100 Nanometer groß sind. Der Übergang zwischen den beiden Phasen dauert nur einige Nanosekunden und lässt sich durch einen Laserstrahl auslösen. Forscher aus Jülich, Finnland und Japan haben nun den Schreibprozess eingehender untersucht. Neben den experimentellen Daten und Röntgenspektren nutzten sie Simulationen am Jülicher Supercomputer JUGENE. Damit ist es Ihnen  gelungen, ein Modell für den schnellen Phasenübergang bei der Informationsspeicherung zu entwickeln. Rund 640 Atome wurden dafür über den vergleichsweise langen Zeitraum von mehreren Hundert Pikosekunden simuliert, um die notwendige Genauigkeit zu erreichen. Etwa 4.000 Prozessoren des Jülicher Supercomputers JUGENE waren über vier Monate ausgelastet, um die richtigen Modellbedingungen zu bestimmen. Das tiefere, theoretische Verständnis der Vorgänge beim Beschreiben einer DVD kann helfen, bessere phasenwechselnde Materialien gezielt zu entwickeln, die Speichermedien mit größerer Kapazität, längerer Datenhaltbarkeit oder geringerer Zugriffszeit ermöglichen.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/kit-dvd-datenspeicher

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12.01.2013
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