Aus der Forschung

Zur Auftaktveranstaltung des HIU am 17. Januar 2011 in Ulm trafen Prof. Dr. Eberhard Umbach (KIT), Stefan Mappus (Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg), Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan, Prof. Dr. Karl-Joachim Ebeling (Universität Ulm) und Prof. Dr. Horst Hahn (KIT) zusammen (v.l.n.r.). Foto: Andreas Drollinger
Neues Helmholtz-Institut für die Batterieforschung
Die Helmholtz-Gemeinschaft baut die Forschung zu elektrochemischen und anderen Speicherungsoptionen systematisch aus und bündelt dabei die in Deutschland vorhandenen Kompetenzen. So hat nun das Helmholtz-Institut Ulm für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) die Arbeit aufgenommen, das Ende 2010 durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Ulm gegründet wurde. Assoziierte Partner sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg.
Das neue Helmholtz-Institut wird auf dem Campus der Universität Ulm als Außenstelle des KIT errichtet und verfügt über ein jährliches Budget von fünf Mio. Euro. Damit die Forschung rasch beginnen kann, bauen die vier Partner schon jetzt neue Arbeitsgruppen innerhalb des HIU auf.
In der ersten Ausbauphase sollen vier neue Professuren eingerichtet und rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden, weitere Mitarbeiter können über Drittmittelprojekte finanziert werden. Die Forschungsschwerpunkte des HIU sind elektrochemische Grundlagenforschung, Materialforschung, Theorie und Modellierung elektrochemischer Prozesse sowie übergreifende Systembetrachtungen, wie Batteriemanagement und Materialverfügbarkeit. Darüber hinaus werden Analysemethoden zur Erforschung atomarer Prozesse während des Lade- und Entladevorgangs entwickelt. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Lithium-Ionen-Technologie zu.
Mit der Gründung des HIU verstärkt das KIT die Forschung zu Batterien und Elektromobilität. Entlang der Achse Karlsruhe- Ulm entsteht damit ein in Europa einzigartiges Kompetenzzentrum. „Wir brauchen leistungsfähige Optionen, um die fluktuierenden Energien aus Windkraft und Sonne zu speichern, wenn wir Energieversorgung und Mobilität auch noch in einer postfossilen Ära sichern wollen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz- Gemeinschaft.


