Aus der Forschung
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Stiftung Warentest für Solarzelltechnologien
Bei der Analyse von dünnen Solarzellen-Schichten stehen Experten vor einem Problem, das auch jeder Verbraucher kennt: Es stehen verschiedene Messmethoden zur Verfügung, um die Qualität von Schichten und die Verteilung der chemischen Elemente zu untersuchen. Doch welche ist am besten geeignet? Ein internationales Team hat nun eine umfangreiche Studie vorgelegt und 18 solcher Messmethoden miteinander verglichen. Koordiniert wurde die Studie von Dr. Daniel Abou-Ras vom Helmholtz-Zentrum Berlin.
Über 30 Forscher aus sechs Ländern haben sich an der umfassenden Vergleichsanalyse beteiligt. Sie haben alle dieselbe Dünnschichtprobe aus Kupfer- (Indium, Gallium)-Selenid vermessen wie sie als Absorberschicht in Solarzellen verwendet wird. Dabei haben die Teams Nachweisgrenzen, Orts- und Tiefenauflösungen sowie die Messgeschwindigkeit der einzelnen Verfahren verglichen.
Daniel Abou-Ras weist darauf hin, dass die Analysemethoden nicht nur zur Untersuchung von Dünnschicht-Solarzellen eingesetzt werden. „Alle Multischichtsysteme kann man mit diesen Techniken untersuchen, zum Beispiel Schichten in optoelektronischen Elementen wie LEDs.“ Ein wichtiges Ergebnis: Um Elementverteilungen zuverlässig quantitativ zu detektieren, sollten mindestens zwei Methoden kombiniert werden.


