In Kürze
Start des europäischen Exascale-Projekts DEEP
Damit Europas Forschung auch in Zukunft auf die notwendigen Ressourcen im High Performance Computing zugreifen kann, peilt das Forschungszentrum Jülich zusammen mit den Firmen Intel, ParTec und zwölf weiteren europäischen Partnern aus acht Ländern bis 2020 den Eintritt in die Exaflop/s-Ära an. In dem EU-Projekt DEEP (Dynamical ExaScale Entry Platform) entsteht ab Dezember 2011 eine neue Plattform für Superrechner der nächsten Generation. Mit einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunde wäre ein solcher Exaflop/s-Computer rund tausendmal schneller als heutige Superrechner. Schon 2014/2015 erwarten die Wissenschaftler einen ersten Vorläufer mit der Leistung von 100 Petaflop/s, rund hundertmal schneller als heutige Petaflop/s-Rechner wie etwa Deutschlands schnellster Rechner JUGENE.
Jülicher Wissenschaftler haben für DEEP eine neuartige „Cluster Booster Architektur“ konzipiert. Ein wichtiges Element darin werden speziell für das Parallelrechnen ausgelegte Prozessoren sein, die 50 und mehr Rechenkerne auf einem Chip enthalten. Je 512 solcher MIC-Prozessoren werden durch untereinander zu einem Booster vernetzt, der das Gesamtsystem beschleunigt. „Die Kooperation mit Intel hilft uns, die Entwicklung von Exascale-fähigen Cluster-Architekturen zu beschleunigen, und Hardware und Software für Systeme dieser Leistungsklasse zu bauen, zu programmieren und zu betreiben“, erläutert Prof. Dr. Thomas Lippert, Leiter des Jülich Supercomputing Centre.


