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Mikroplatte unter Tibet

In Zentraltibet existiert eine eigene tibetanische Platte, die etwa 100 Kilometer dick ist. Diese Platte wird von Süden nach Nordosten über die Eurasische Platte geschoben und drückt diese dabei bis zu 250 Kilometer tief in den Erdmantel hinein. Zu diesem genaueren Bild der Plattentektonik kam ein Team von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ in Kooperation mit chinesischen, amerikanischen und englischen Wissenschaftlern. Die indische tektonische Platte bewegt sich zurzeit mit etwa fünf Zentimetern pro Jahr nach Nordosten. „Bei ihrer Kollision mit Eurasien schiebt sie wie ein Bulldozer den Himalaya und das Hochland von Tibet auf, bohrt sich dabei 500 Kilometer weit unter Tibet und ist bis zu einer Tiefe von etwa 250 Kilometern nachweisbar. Das hatten bereits unsere früheren Untersuchungen gezeigt“, erklärt Prof. Dr. Rainer Kind vom GFZ. „Bisher gab es aber noch nicht genügend Messdaten, um zu sehen, wie sich die tektonischen Platten am nördlichen Rand von Tibet bei der Kollision verhalten.“
Die Forscher kartierten daher in Nordtibet die Grenzschichten verschiedener Materialien im Erdinneren mit Hilfe seismischer Wellen von weit entfernten Erdbeben: So konnten sie den Untergrund von Tibet von unten durchleuchten. Die „Tibetanische Platte“ zeigte sich dadurch als deutlich abgegrenzter Bereich in diesem Teil der Lithosphäre zwischen Indien und Eurasien.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/gfz-tektonik-tibet

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11.01.2013
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