Hermann

Aus der Forschung

Die Montage der 2. Baustufe des Pilotverfahrens bioliq wird mit Hochdruck vorangetrieben. Im Tanklager wurden die letzten Behälter zur Versorgung des Hochdruckflugstromvergasers geliefert und auf...

Die Montage der 2. Baustufe des Pilotverfahrens bioliq wird mit Hochdruck vorangetrieben. Im Tanklager wurden die letzten Behälter zur Versorgung des Hochdruckflugstromvergasers geliefert und auf Ihre Tanktassen montiert. (Screenshot via Youtube)

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www.helmholtz.de/kit-video-bioliq

 
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Biokraftstoffe: Die zweite Generation

Die Diskussion um den neuen Treibstoff E10, dem bis zu zehn Prozent von Ethanol aus Zuckerrohr beigemischt sind, reißt nicht ab. Während Autofahrer befürchten, dass E10 dem Motor schadet, weisen Wissenschaftler darauf hin, dass Biokraftstoffe aus Monokulturen von Zuckerrohr, Getreide oder Mais noch nicht optimal sind. Im Gegenteil: Der Anbau von Energiepflanzen in Monokulturen ist düngemittelintensiv und wirkt sich damit negativ auf Böden und den Wasserhaushalt aus. Außerdem verschwinden durch den großflächigen Anbau in Monokulturen zunehmend Nischen für bedrohte Arten. Dies zeigten auch Untersuchungen von UFZ-Wissenschaftlern um Dr. Daniela Thrän. Die Ökobilanz würde schon deutlich besser ausfallen, wenn man anstelle von Monokulturen Mischkulturen oder mehrjährige Energiepflanzen wie Hölzer oder Gräser anbauen oder zumindest zwischen den Feldern breite Schneisen für Flora und Fauna belassen würde, zeigten die UFZ-Forscher.

Noch sinnvoller ist es, für Biotreibstoffe Reststoffe wie Stroh, Holz oder Grünschnitt zu verwerten, die in Land- und Forstwirtschaft ohnehin in großen Mengen anfallen. Daraus lassen sich Biokraftstoffe der zweiten Generation herstellen. Das Verfahren nennt sich Biomass to Liquid und die so genannten BTL-Kraftstoffe lassen sich außerdem für unterschiedliche Motortypen anpassen. Eine der größten Pilotanlagen für dieses Verfahren steht am Karlsruher Institut für Technologie. Das dort entwickelte Bioliq-Verfahren hat noch einen weiteren Vorteil: Während bislang die Biomasse aus dem ländlichen Raum unverarbeitet zu einer zentralen Anlage transportiert werden muss und damit die Ökobilanz durch hohen Benzinverbrauch beim Transport mindert, wird im Bioliq-Verfahren die Biomasse vor Ort zu einem so genannten bioliqSynCrude® verdichtet, dessen Energiedichte mehr als zehnmal so hoch ist wie die der Ausgangsstoffe. Erst dieses verdichtete Produkt muss dann in die zentrale Anlage transportiert werden. Wärme und Energie, die bei den anstehenden Verarbeitungsprozessen entstehen, decken einen großen Teil des Prozessenergiebedarfs, was die CO2-Bilanz des BTL-Kraftstoffs weiter verbessert.

Im Labormaßstab funktioniert das Verfahren, beim Bau der Pilotanlage geht es nun darum, zu zeigen, dass es auch in großem Maßstab anwendbar ist.  Gerade wird die 2. Baustufe  vorangetrieben. Im Tanklager wurden die letzten Behälter zur Versorgung des Hochdruckflugstromvergasers geliefert und auf Ihre Tanktassen montiert.

Till Seemann/arö/KIT

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